Sonntag, 2. September 2018

VfL Pinneberg - Altonaer Fußball-Club von 1893 0:6

Oberliga Hamburg
Stadion 1
Zuschauer: ca. 350

Nach Abpfiff in Wedel ging es per S-Bahn nach Pinneberg, auch das liegt in der Metropolregion Hamburg und gehört zum Bundesland Schleswig Holstein. Es hat 42.000 Einwohner.
Schon in der S-Bahn waren jede Menge Altona-Fans, teilweise mit Kutten, so das die Freude auf das Spiel schonmal stieg.
An der Bahnstation Pinneberg warteten die meisten auf den Bus, wir nahmen jedoch den kurzen Fußweg durch den Park auf uns. Zuerst kommt man am Stadion 2 vorbei, ein Hartplatz, der wohl immer im Winter und bei schlechtem Wetter genutzt wird.
Direkt an der Mühlenau, eingebettet zwischen Rosengarten und Pinneberger Stadtwald, liegt das Stadion 1. 
Ein richtig schönes Old-School-Stadion. Grasbewachsene Stufen, welche von den Geraden teilweise in die hintere Kurve führen. Dazwischen steht eine kleine Tribüne mit grünen Sitzschalen. Diese ist noch die ehemalige Behelfstribüne des legendären Hamburger Rothenbaums, welcher leider Wohnungen weichen musste.
Auf der Gegengeraden sind in der Mitte noch ein paar alte Holzsitzbänke. Finde das Stadion richtig geil und es gehört sicherlich zu den besseren im Hamburger Umland.
Der VfL Pinneberg ist unter anderem Nachfolger des damals ältesten nach dem Zweiten Weltkrieg noch bestehenden Turn-, Spiel und Schwimmvereins von 1888 Union e.V. 
Lange war der VfL Pinneberg der größte Sportverein Schleswig-Holsteins, mittlerweile ist man nach dem SV Henstedt-Ulzburg und dem Kieler MTV immerhin noch drittgrößter Verein im Bundesland.
Die aktiven Altona-Fans stellten sich auf die Gegengerade und brachten dort ihre typischen Fahnen an.
Der Hamburger Amateurverein Altona 93 ist Kult, auch weil er so anders ist als die großen Stadtrivalen Hamburger SV und FC St. Pauli. Viele ehemalige Fans von St. Pauli haben sich dem AFC angeschlossen, weil ihnen der ehemalige Verein zu kommerziell geworden ist. 
Altona 93 hat den norddeutschen und deutschen Fußball mitgeprägt als St. Pauli noch ein Turnverein und der HSV noch nicht fusioniert war. Außerdem gibt es nicht "die Kurve von Altona", sondern eher drei - bzw. eigentlich sechs- verschiedene Blöcke auf drei Seiten der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Dies wurde auch heute deutlich sichtbar, denn die verschiedenen Gruppen standen überall im Stadion verteilt.
Aber sie alle eint die Liebe zum Fußball und die Grundüberzeugung dass Diskriminierungen zu verurteilen sind.
Es haben sich in den letzten Jahren viele eigenen Traditionen, ein eigener Humor und Gesänge entwickelt.
So z.B das bekannte "Say Uh, Say Ah, Say Altona !"
Somit hat die Fanszene des AFC seine eigene Identiät entwickelt. Allerdings darf man hier kein Support-Feuerwerk erwarten, denn der Fokus liegt sicher auf gemütlich Fußball gucken und Bier trinken. Ab und an wird mal was gerufen und angefeuert. So auch heute, trotz des Kantersiegs gegen einen Abstiegskandidaten, dessen Sponsor absprang und die besten Spieler vor der Saison wechselten.
Das Stadion war ordentlich gefüllt und es herrschte wirklich eine angenehme, freundliche Atmosphäre. Da man mit dem Bier zapfen nicht mehr nachkam , wurde im kleinen Vereinscontainer halt noch Flaschenbier ausgeschenkt.
Die Schinkenwurst war ebenso lecker wie bei Wedel und man traf noch auf Terror, welcher für 4 Vereine (HSV, HSV III, Altona und Falke) Dauerkarten besitzt und noch auf Falke-Mitbegründer Schwan. So konnte man mit Ihnen noch kurz Klönschnack halten. 
Nach dem Spiel ging es noch auf den nahen Spielplatz und danach noch etwas essen. Am nächsten Tag wurde noch das "Hamburg Dungeon" besucht. Hat sich die Tochter gewünscht. Das ist eine von Schauspielern präsentierte Kombination von Geschichtsstunde, Gruselshow und zwei Fahrgeschäften in der historischen Speicherstadt. Dabei werden auch die Zuschauer mit einbezogen. Beide waren wir begeistert und wenn man online Tickets kauft und nicht gerade am Wochenende geht, ist es auch gar nicht teuer. Danach ging es noch in den Park "Planten un Bloomen" um das schöne Wetter zu genießen.
Zum Abschluss ging es noch in die Beach-Bar "Strand Pauli" und man ließ den tollen Urlaub gemütlich ausklingen.

Hamburg, meine Perle, du wunderschöne Stadt
Du bist mein Zuhaus´ , du bist mein Leben
Du bist die Stadt auf die ich kann !


Text/Fotos: Pressi