2. HNL
Stadion SubicevacZuschauer: 400
Nach dem Derby am Vortag stand am Sonntag das Zweitligaspiel in der Stadt Sibenik auf der Agenda. Ursprünglich gab der Spielplan gar kein Spiel außer dem Derby her, was mich leicht verzweifeln ließ. Letztendlich wurden aber einige Tage vor der Tour fast alle Profispiele in der Region aufgrund des Derbys, das auf Samstag terminiert war, auf den Sonntag gelegt. Dalmatien steht ganz klar hinter Hajduk und somit sollte die Zuschauerzahlen in anderen Stadien im Umkreis nicht darunter leiden.
Ich sah für mich nun drei unterschiedliche Spiele zur Auswahl: Möglichkeit Eins wäre der Drittligist RNK Split, Zweite – die wunderbare Perle in Imotski und dann eben als letztes der Zweitligist Sibenik. So sehr ich den einzigartigen Ground in Imotski besuchen wollte, wäre mir die Anreise bzw. die Rückreise mit dem Bus recht anstrengend gewesen. So ging ich bei den drei Varianten den Mittelweg und entschied mich für Sibenik. Die Stadt stand ja eh schon auf meinem Plan, doch ich wollte diese ursprünglich am Montag auf dem Weg nach Zadar besuchen. Sibenik ist mit 80 000 Einwohner die drittgrößte Stadt Dalmatiens. Natürlich auch touristisch höchstbeliebt, auch wenn nicht so arg wie Split, Dubrovnik oder Zadar überflutet ist. Schon die Fahrt dahin war etwas Besonderes, da man über eine Stunde lang entlang der wundervollen Adriaküste unterwegs war. In Sibenik ließ es recht gemütlich angehen und erst einmal frühstücken. Dann habe ich mich durch die Stadt geschleudert sowie die drei Burgen besucht. An sich jetzt keine besonderen Anlagen, aber das Panorama über die ganze Stadt lässt sich definitiv sehen. An dieser Stelle möge ich anmerken, dass ich Kroatien auch dies Mal alles andere als günstig empfunden habe… Viel mehr hat man hier schon meistens deutsche Preise. Es war mir eigentlich schon von vorherigen Reisen bekannt, aber war ich doch wieder überrascht. Oder sind die Preise in Dalmatien einfach allgemein noch ein Stück höher als in anderen Teilen des Landes? So habe ich für eine anständige Mahlzeit in einem Restaurant fast immer um die 200 Kuna (ca. 25 Euro) bezahlt und auch der Eintritt in die erwähnte Burganlage kostete mir stolze 50 Kuna (ca. 7 Euro). Es ist mir jetzt nicht schade das Geld so auszugeben zu haben, aber gesagt werden muss es dennoch. Anschließend ging es für mich noch an den Strand, wo ich mich noch bei über 20 Grad Celsius am Wasser ausruhen ließ. Hätte ich bloß an die Badesachen gedacht, denn bei der Wärme könnte man locker ins Wasser springen... Also dann ab zum Spiel des HNK Sibenik im Subicevac Stadion. Dieses liegt außerhalb von Zentrum im gleichnamigen Stadtteil. Von der Architektur ist der Ground mit jeweils einer Tribüne auf den langen Seiten einfach gehalten, doch die Hochhäuser und die Hügel im Hintergrund machen es dann doch recht sympathisch. Die meisten Zuschauer nahmen auf der Haupttribüne Platz, darunter war auch der Fanblock mit ca. 30 Mann. In der Pause schaffte ich es mit ein wenig Geschicklichkeit auf die Gegentribüne zukommen, wo ich dann in Ruhe das langweilige Spiel zu Ende schauen konnte. Übrigens stehen die Hausherren aktuell auf dem ersten Platz der Liga und kämpfen somit in dieser Saison um die Rückkehr in die erste Liga. Das letzte Mal hat man dort noch in der Saison 2011/12 gekickt.
Nach dem Spiel begab ich mich wieder zum Busbahnhof, um wieder zurück nach
Split zu fahren. Am Montag war dort noch bis in den Abend Sightseeing
geplant und dann ging es mit dem Bus nach Zadar, wo am Dienstagnachmittag der
Rückflug nach Deutschland angetreten wurde.
Text/Fotos: Шаффи
Text/Fotos: Шаффи





























