Kreisliga Tauberbischofsheim
Sportplatz Külsheim Zuschauer: ca. 200
Nachdem ein Arbeitskollege mir das Spiel von seinem Ortsverein FC Külsheim gegen den FC Hundheim/Steinbach als ein Derby empfohlen hatte, stand für mich das Programm für den Ostermontag schon sicher fest. Und auch wenn ich hin- und hergerissen in Richtung Bayreuth mit einem Doppler schielte, kam ich vom ursprünglichen Plan nicht ab. So blieb mir der Hoppertreff in Oberfranken erspart und ich begab mich mit dem Auto nach Külse, wie die kleine Stadt liebevoll im Dialekt von seinen Einwohnern genannt wird.
Külsheim liegt zwar schon in Baden, jedoch in dem fränkisch geprägten Teil der Region, in Tauberfranken. Was mich in Külsheim für ein Sportplatz erwartet, war mir komplett unklar. Dieses Gefühl, wenn man nicht weiß, was einen erwartet, finde ich bei unserem Hobby Groundhopping eigentlich am geilsten. Leider kommt es aber immer seltener vor, da ich mir ständig Stadien aussuche und somit gezielt hinfahre. Hier muss ich mich also beim Kollegen für die anstehende Überraschung bedanken. Am Sportplatz angekommen, kickte da auch noch die Reserve ihr Derby gegen Hunde. Hunde nennt man in Külsheim den Vorort Hundheim, dessen Eingliederung in die Stadt noch 1971 zustande gekommen war. Der Gastverein wurde 1952 von Einwohnern der beiden Vororte Hundheim und Steinbach ins Leben gerufen. Den FC Külsheim gibt es seit 1932. Neben Fußball werden noch 5 andere Sportarten (Leichtathletik, Mountainbike, Tischtennis, Turnen, Rehasport) ausgeübt. Durch die 744 Mitglieder ist man finanziell nicht so schlecht aufgestellt, sodass auch die Infrastruktur hier stimmt. Der Sportplatz hat ein ordentliches Sportheim mit einem Ausbau davor sowie einem Flutlicht. Für die Kreisliga ist die Anlage mehr als gut, im Würzburger Landkreis wäre man beispielweise schon überglücklich solch einen Sportplatz zu haben. Die Bratwurst war ganz in Ordnung und als Bier gab es natürlich die überregionale Marke Distelhäuser, die mir gut schmeckt. Gegenüber der Tribüne wurde ein provisorischer Block mit Absperrband eingerichtet, wo sich auch ein paar Gäste einfanden. Diese lieferten sich mit dem Heimpublikum auf der anderen Seite des Sportplatzes einige Male ein schön pöbelndes Wortgefecht. Die Zuschauer waren also heiß und auch das Spiel ließ sich mit 4 Toren sehen. Außerdem konnte ich während dem Spiel noch eine Bekanntschaft mit einem Hopper aus Königshofen schließen, sodass man für die Zukunft einen potentiellen Mitfahrer für die Touren gefunden hatte.
Text/Fotos: Шаффи











