Regionalliga Südwest
Au-Stadion
Zuschauer: 500
Um weiter an der Regionalliga Südwest zu arbeiten, ging es zum dritten Mal innerhalb von fünf Tagen die A81 runter. Diesmal war das Ziel Balingen. Vorbei an Stuttgart und dann etwa 75 Kilometer südsüdwestlich davon liegt im Zollernalbkreis die 34.000 Einwohnerstadt Balingen.
Tickets wurden wie immer in Corona-Zeiten vorher online klar gemacht. Kurz wurde überlegt sie vor Ort zu holen, war mir aber zu kritisch bei 500 zugelassenen Zuschauern. War im Endeffekt richtig, zwar gab es bei unserer Ankunft noch Karten, aber diese waren genauso hässlich wie unsere print-at-home-Tickets.
Die Turn- und Sportgemeinschaft Balingen stieg 2018 als Meister der Oberliga Baden-Württemberg in die Regionalliga auf, das stellt den vorläufigen Höhepunkt der Vereinsgeschichte dar.
Das erste Jahr wurde mit einer imposanten Heimstärke (nur zwei Heimspiele gingen verloren) schaffte man den Klassenerhalt und begrüßte im Schnitt 1.600 Zuschauer. In der zweiten Saison wurde man nur Vorletzter, durch die Aufstockung der Regionalliga Südwest auf 22 Teams entkam man dem Abstieg und steht dieses Jahr im Mittelfeld. Hilft ja alles nichts und so muss man hier auch einmal antischen.
Das ehemalige Au-Stadion ist gar nicht mal so verkehrt. Die imposante Haupttribüne fasst 600 überdachte Sitzplätze und macht schon was her. Eine Kurve mit Graswall zum Stehen gibt es und auf der Gegengeraden vier großen Stehstufen. Kapazität liegt bei 5.000 Zuschauern.
Heute sollte der bei Bibiana und mir verhasste FC Gießen zu Gast sein. So hat meine Freundin immer noch das „FC Gießen“-krakeelende Kind im Ohr und hegt immer noch Mordgelüste ihm gegenüber. Ich mag einfach den Verein nicht und in den bisher gesehenen Spielen waren sie meiner Meinung auch immer grottenschlecht.
Auch heute war das wieder so ein Kick der Kategorie „sind wir froh wenn es vorbei ist“.
Kennt ihr auch ? Emotionsloses Gebolze ohne Leidenschaft und Esprit. Auf Heimseite gab es eine kleine Gruppe, welche hinter einer „Castoro Rosso“-Fahne mit Ratsche und bierseligem „TSG“-Gegröhle auf sich aufmerksam machten.
Während Corona gibt es ja kaum Spiele welche durch Support, Tifo oder sonstiges sehenswert sind. So habe ich mir vorgenommen kleinere Sachen zu machen, wo es nicht auffällt da sonst ja auch nichts oder nicht viel los ist. Man ist ja mittlerweile schon froh wenn irgendwo der Ball rollt.
So kreisten auch unsere Gedanken um die Gestaltung des letzten Wochenendes vor dem erneuten Lockdown.
Als der Schiedsrichter abpfiff stand ein schmuckloses Unentschieden auf der Anzeigetafel und unser Beschluss stand fest: Thüringen sollte das auserwählte Ziel an den letzten beiden Tagen in Freiheit sein !
Text/Fotos: Pressi












