Esiliiga
Kadrioru staadion
Zuschauer: 101
In der ersten Nacht meiner Tour konnte ich doch ganz gut und sogar lang schlafen, obwohl es draußen selbst gegen Mitternacht halb hell gewesen war. Die weißen Nächte sind schon was Feines auf einer Tour, denn selbst am späten Abend kann man sich dabei gemütlich die Stadt anschauen und Fotos schießen. Nach dem Aufwachen machte ich mich zunächst auf den Weg an die Ostsee, wo auch im Wasserflugzeughafen das estnische Meeresmuseum liegt. Schon mein Kollege war bei seiner Tour hier gewesen und auch ich konnte mir das nicht entgehen lassen…
Vor allem das U-Boot und der Eisbrecher, die von innen besucht werden können, sind extrem sehenswert! Nach über zwei Stunden in diesem Museum ging es wieder zurück in die Innenstadt. In dem vorzeitig ausgesuchten Restaurant namens Vanaema Juures in der Nähe des Marktplatzes stand nämlich das Mittagsessen an. Für mich gab es den estnischen Klassiker: Verivorst (Blutwurst) sowie eine Suppe mit geräuchertem Schweinefleisch. Preislich ist es übrigens in der Altstadt alles andere als „osteuropa-günstig“, sondern mehr auf Touristen ausgelegt, sodass man auf dem Marktplatz schon sehr ordentliche Preise zahlt. Doch bei etwas Suche findet man schon was idyllisches und einheimisches für wenig Geld. Anschließend stand für mich eine zweistündige Free Walking Tour durch die Unterstadt und Domstadt an. Nachdem diese beendet wurde, ging es zu einer Foodhall am Bahnhof und von da dann mit der Straßenbahn der Linie 1 schon Richtung Stadion. Bevor ich dieses betrat, entspannte ich mich aber noch etwas im benachbarten Schlosspark, der genau so wie das Stadion, das Stadtteil und das Schloss den Namen Kadriorg bzw. Katharinental trägt. Das Kadrioru staadion ist mit einer Kapazität von 5000 Plätzen aktuell sogar das zweitgrößte bespielbare Stadion im Land. Bis vor dieser Saison hat hier noch der Erstligist Levadia seine Heimspiele ausgetragen, doch aktuell ist der Club lieber in das Nationalstadion gezogen. Somit kann man dieses Stadion eben nur noch mit dem aktuellen Tabellenführer der zweiten Liga Legion kreuzen. Ausgebaut ist der Ground auf den beiden lange Seiten: Die Haupttribüne ist aus Beton und hat mittig ein Dach, während die Gegengerade eine Stahlrohrtribüne mit 6 Sitzreihen ist. Der Eintritt sowie die kleine Stadionzeitung waren umsonst. Das Gekicke auf dem Platz zwischen den Hausherren und der U21 eines der ältesten estnischen Clubs, Kalev, war schon eine sehr harte Kost, aber durchaus nicht ungewöhnlich bei der zweiten Liga Estlands. Damit endete auch der zweite Tag in Tallinn und am nächsten Morgen stand schon der Flug weiter nach Schweden an. Nachdem ich letztes Jahr schon von Riga absolut begeistert war, konnte mich mit Tallinn eine weitere Hauptstadt eines baltischen Staates überzeugen. Dadurch dass die beiden Städte komplett unterschiedlich sind, fällt es mir generell schwer da eine Rangliste aufzustellen. Wobei mir persönlich die lettische Hauptstadt doch ein Tick besser als Tallinn gefallen hat. Und trotz der langweiligen Fankultur finde ich die Mentalität bzw. die Kultur im Baltikum recht spannend, sodass ich bestimmt wieder einmal in der Ecke vorbeischauen werde.
Text/Fotos: Шаффи
Kadrioru staadion
Zuschauer: 101
In der ersten Nacht meiner Tour konnte ich doch ganz gut und sogar lang schlafen, obwohl es draußen selbst gegen Mitternacht halb hell gewesen war. Die weißen Nächte sind schon was Feines auf einer Tour, denn selbst am späten Abend kann man sich dabei gemütlich die Stadt anschauen und Fotos schießen. Nach dem Aufwachen machte ich mich zunächst auf den Weg an die Ostsee, wo auch im Wasserflugzeughafen das estnische Meeresmuseum liegt. Schon mein Kollege war bei seiner Tour hier gewesen und auch ich konnte mir das nicht entgehen lassen…
Vor allem das U-Boot und der Eisbrecher, die von innen besucht werden können, sind extrem sehenswert! Nach über zwei Stunden in diesem Museum ging es wieder zurück in die Innenstadt. In dem vorzeitig ausgesuchten Restaurant namens Vanaema Juures in der Nähe des Marktplatzes stand nämlich das Mittagsessen an. Für mich gab es den estnischen Klassiker: Verivorst (Blutwurst) sowie eine Suppe mit geräuchertem Schweinefleisch. Preislich ist es übrigens in der Altstadt alles andere als „osteuropa-günstig“, sondern mehr auf Touristen ausgelegt, sodass man auf dem Marktplatz schon sehr ordentliche Preise zahlt. Doch bei etwas Suche findet man schon was idyllisches und einheimisches für wenig Geld. Anschließend stand für mich eine zweistündige Free Walking Tour durch die Unterstadt und Domstadt an. Nachdem diese beendet wurde, ging es zu einer Foodhall am Bahnhof und von da dann mit der Straßenbahn der Linie 1 schon Richtung Stadion. Bevor ich dieses betrat, entspannte ich mich aber noch etwas im benachbarten Schlosspark, der genau so wie das Stadion, das Stadtteil und das Schloss den Namen Kadriorg bzw. Katharinental trägt. Das Kadrioru staadion ist mit einer Kapazität von 5000 Plätzen aktuell sogar das zweitgrößte bespielbare Stadion im Land. Bis vor dieser Saison hat hier noch der Erstligist Levadia seine Heimspiele ausgetragen, doch aktuell ist der Club lieber in das Nationalstadion gezogen. Somit kann man dieses Stadion eben nur noch mit dem aktuellen Tabellenführer der zweiten Liga Legion kreuzen. Ausgebaut ist der Ground auf den beiden lange Seiten: Die Haupttribüne ist aus Beton und hat mittig ein Dach, während die Gegengerade eine Stahlrohrtribüne mit 6 Sitzreihen ist. Der Eintritt sowie die kleine Stadionzeitung waren umsonst. Das Gekicke auf dem Platz zwischen den Hausherren und der U21 eines der ältesten estnischen Clubs, Kalev, war schon eine sehr harte Kost, aber durchaus nicht ungewöhnlich bei der zweiten Liga Estlands. Damit endete auch der zweite Tag in Tallinn und am nächsten Morgen stand schon der Flug weiter nach Schweden an. Nachdem ich letztes Jahr schon von Riga absolut begeistert war, konnte mich mit Tallinn eine weitere Hauptstadt eines baltischen Staates überzeugen. Dadurch dass die beiden Städte komplett unterschiedlich sind, fällt es mir generell schwer da eine Rangliste aufzustellen. Wobei mir persönlich die lettische Hauptstadt doch ein Tick besser als Tallinn gefallen hat. Und trotz der langweiligen Fankultur finde ich die Mentalität bzw. die Kultur im Baltikum recht spannend, sodass ich bestimmt wieder einmal in der Ecke vorbeischauen werde.
Text/Fotos: Шаффи



























