Freitag, 31. Mai 2019

FoC Farsta FF - IFK Eskilstuna 2:4

Div 3 Södra Svealand
Farsta IP 1
Zuschauer: 170


Am Freitag wurde früh Tallinn mit dem Flugzeug nach Stockholm verlassen. In einer Stunde Flugzeit brachte mich der Flieger der estnischen Fluggesellschaft Nordica in den größten Flughafen Schwedens – Arlanda. Durch die Zeitumstellung und die Flugdauer war ich um 7:20, genau zur selben Zeit, wie ich Estland verlassen hatte, auch in Stockholm angekommen.
Der Flughafen liegt ca. 40 km nördlich von Stockholm und ist sowohl per Zug als auch Bus in die Innenstadt angebunden. Ich entschied mich für den Shuttle der Firma Flygbussarna. Dieser ist zwar für umgerechnet 10 Euro günstiger als die Bahn, aber dementsprechend braucht er länger. Wobei die 40 Minuten Fahrzeit immer noch völlig im Rahmen sind. Das Couchsurfing sollte dieses Mal leider nicht klappen, sodass ich in einem Mehrbettzimmer nächtigen musste. Nach Ankunft am Busbahnhof wurde mein Hostel Generator aufgesucht. Für 140 Euro für drei Nächte hatte ich damit meine teuerste Übernachtung aller Touren. Theoretisch wäre es aber selbst in Stockholm günstiger gegangen, doch nach der schlechten Erfahrung in Madrid bevorzuge ich inzwischen nur Übernachtungen mit einer Booking-Bewertung über 8. Nun konnte ich endlich mit dem Sightseeing beginnen. Vormittags schaute ich mir die auf der Halbinsel liegende Gamla Stan (Altstadt) an. Dabei wurde zum Frühstück in der bekannten Bäckerei Sattva die schwedische Spezialität Kanebulle (Zimtschnecke) verspeist. Für 30 Kronen zwar alles andere als Schnäppchen, schmeckte aber tatsächlich auch mega. Mittags ging es dann zu einer zweistündigen Free Walking Tour durch die Neustadt, bei der genug interessante Anekdoten über die schwedische Kultur und Bräuche erzählt wurde. Typisch schwedisch war am Ende der Führung die Tatsache, dass man das Trinkgeld für den Führer sogar mit Kreditkarte blechen konnte. Ich habe noch extra dafür im Vorfeld etwas Bargeld abgehoben und dann passiert doch so was Klischeehaftes. Denn in Schweden braucht man tatsächlich sonst gar kein Bargeld mehr, denn überall werden die Kartenzahlungen akzeptiert. Manche Läden kündigen sogar schon an, dass keine Bargeldzahlung möglich sei. Sicherlich ist dies ein Albtraum für den einen oder anderen Deutschen, der seinen Einkauf der Bierdose am Kiosk der CIA, dem Mossad sowie der MI6 lieber doch verheimlichen mag.
Jetzt sollte die richtige Mahlzeit kommen und dafür ging es zum Laden Stockholms Gästabud. Da ich meine Restaurants schon im Vorfeld explizit über Tripadvisor aussuche, hatte ich auch dies Mal Glück. Zum Essen gab’s das leckere Köttbullar, welches die meisten von euch bestimmt aus den IKEA Restaurants kennen. Der Preis war mit 150 Kronen auch völlig in Ordnung, nur die 0,33 Flasche Cider schlug mit 70 Kronen schon ordentlich zu Buche. Dann wurden die Insel Skeppsholmen sowie das Nobel-Museum, das jeden Freitagabend kostenlos betreten werden kann, besucht.
Ursprünglich hatte ich mir gar kein Spiel für den Freitag gesucht und wollte mich eigentlich der Stadt widmen, doch durch die Groundhopping App wurde ich auf das Fünftligaspiel am späten Abend aufmerksam. Zeitlich passte es eben rein, sodass ich dieses doch mitnehmen wollte. Das Spiel war in Farsta, einem Randbezirk Stockholms, das mit der U-Bahn der grünen Linie erreicht werden kann. Die fünfte Liga, genannt Division 3, wird in 12 Staffeln im Kalenderjahr ausgespielt. Der heutige Gastgeber FoC Farsta spielt in der Südstaffel der Region Svealand. Über das Gebolze auf dem Kunstrasen braucht man nicht viel reden, doch der Ground mit dem Ausbau auf der einen Seite sowie die falunroten Gebäude, die klassisch für Schweden stehen, waren nett anzusehen. Ganz amüsant waren auch hinter dem Tor die einigen Kinder gewesen. Diese unterstützten nicht nur ihre Mannschaft, sondern spielten sogar wörtlich mit dem Feuer, indem sie selbstgebastelten Papierfackeln als Bengalos anzündeten. Damit konnte schon einen Tag früher als geplant der Länderpunkt Schweden abgehakt werden. Läuft!


Text/Fotos: Шаффи