2.Bundesliga
Sportpark Ronhof
Zuschauer: 13.550 (3000 Glubberer)
Das 263. Frankenderby hatte ich schon lange im Auge. Die Karte bestellte ich über einen mir bekannten Fürther Hopper, was bei der schwachen Zuschauerzahl allerdings nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
Meine Bürgerpflicht hatte ich schon vorher per Briefwahl erledigt, und so war ich nach Umstieg in Mannheim viel zu früh in der Kleeblattstadt.
Statt zu frühstücken entschied ich mich ein paar Bier zu trinken, warum denn auch nicht?
Fälschlicherweise wird das Frankenderby oft als das älteste deutsche Derby dargestellt, ist es aber nicht. Denn das erste fand 1904 statt, während in Hamburg schon 1898 die Victoria gegen Altona 93 kickte.
Nachdem ich meine Karte von Bayernfan Sven übergeben bekam, hielt man noch ein Schwätzchen bevor ich den Sportpark betrat.
Ist ja ganz nett der Ronhof, aber total verbaut. Von meinem Platz hatte ich immer irgendwas im Bild, ob Dach oder Pfeiler...und das für 35€.
Die Bratwurst vorm Spiel war lecker und bekommt die Note 2.
Vorm Spiel sangen sich beide Parteien schonmal warm und bezeugten ihre Abneigung gegeneinander.
Nun zum Intro.
Auf Nürnberger Seite wurde erst das Spruchband "Die Geschichte gewährte euch einen Wimpernschlag - Aber in diesem Leben kommt ihr nicht am FCN vorbei". Dann wurden Schals mit "Die Nr. 1 in Franken" hochgehalten, bevor oben rote Plastikfahnen und unten Schwarze geschwenkt wurden und ein Glubb-Logo in der Mitte des Blockes gehisst wurde.Davor prangte ein Transparent mit Franken und Stadtwappen "Wir sind die Eins " bevor ein "und jetzt macht Platz" daraus wurde.
Auf Fürther Seite stand das Motto unter "Färdder Jukebox"
Ich hoffe ich kriege alles richtig zusammen, denn sie bestand aus drei Teilen.
Unten am Zaun war zuerst ein Spruchband mit
" In der Früh der letzte Gast schon wieder - Na wenigstens die Jukebox hat noch Lieder"
Als erstes wurde das Lied " Wär iech blouß kei Färdder gworn" eingespielt. Das Lied wurde oben an der Jukebox unter "Nordkurve Fürth presents" mittels Transparent angezeigt
Während der ganzen Choreo wurden im Block von links nach rechts verschiedene Schals hochgehalten.
Links in Dunkelgrün "Gemeinsam, in der Mitte hellgrün "Auf zum" und schließlich rechts in weiß "Derbysieg".
Als zweites wurde die "Kleeblatthymne" gespielt und dazu war vor dem Block zu lesen:
"Bekannte Klänge reißen mich aus der Lethargie - Auf zum Ronhof und Gemeinsam zum Derbysieg"
In der Mitte vor der Jukebox war ein Kleeblatt-Fan mit Schal "Gemeinsam auf zum Derbysieg"zu sehen, der zum dritten Lied durch ein Fürther Tanzpaar ersetzt wurde und es erklang von KC and the Sunshine Band "Baby give it up" . Das "Baby" wurde natürlich durch "Nbg" ersetzt und ist somit wohl auch eine Anspielung auf die letzten Derbysiege des Kleeblatts.
Natürlich wurde der Hit lauthals zum Einlaufen gesungen, während die Glubberer es mit "Scheisse Kleeblatt Fürth" konterten
Wirklich eine klasse Choreo, die perfekt umgesetzt wurde und auch gut gemalt war. Generell finde ich ja die Fürther Choreos gut, sie haben schon einen guten Style.
Hierfür geht der Experten-Daumen nach oben !
Die Stimmumngshoheit lag dagegen klar auf Nürnberger Seite, oft sehr hohe Mitmachquote und laut. Während auf Fürther Seite meist nur die aktive Szene in Block 12 supportete. War aber auf jeden Fall nicht schlecht. Denke nach schnellem Rückstand in der momentanen sportlichen Situation ist wohl nicht mehr drinnen.
Während des Spieles zeigten beide Szenen noch Spruchbänder gegen die Teilnahme der Chinesischen U21 an der Regionalliga Südwest.
Alles in allem ein gutes Derby, wenn auch auf beiden Seiten noch Luft nach oben war, aber hat meine Erwartungen schon erfüllt.
Wobei es in meiner persönlichen Derbyrangliste sicher keine Spitzenposition belegt. Generell nimmt die Stimmung gerade bei Derbys immer mehr ab, was sicherlich auch den ganzen Sicherheitsauflagen und Repressionen geschuldet ist.
Nachdem der Glubb früh in Führung ging und die Spielvereinigung erst kurz vor Ende mit dem Fussball spielen anfing, geht der Sieg schon in Ordnung. Obwohl die Chance zum Ausgleich durchaus gegeben war. Bevor mit einem Konter kurz vor Abpfiff alles klar gemacht wurde und der Nürnberger Anhang euphorisch den "Derbysieger FCN" feierte.
Statt noch Halbzeit-Hopping zu betreiben, siegte die Vernunft und es ging für mich Richtung Heimat, wo ich nach 2 Nächten im Bus froh war, mich mal wieder richtig lang zu machen.











































