Samstag, 23. September 2017

SC Freiburg - SV Wehen-Wiesbaden 2:0


A-Junioren Bundesliga
Möslestadion
Zuschauer: 150


Dieses Wochenende standen zwei Derbys auf meinem Plan. Zuerst sollte es in die Schweiz gehen. Beim Spielpläne wälzen stieß ich auf dieses Spiel. Super, ins Möslestadion wollte ich schon lange einmal. Da mein Kollege Harry bei seinem geplanten Freiburg-Ausflug sein persönliches Waterloo erlebte, da ein Tunnel gesperrt war und bis heute auch noch ist, stieg ich gleich auf den Bus um.
Los ging es in den ganz frühen Morgenstunden. Günter hatte nur eine Verspätung von 15 Minuten. Jetzt mal ehrlich, von 10 Fahrten mit dem Bus haben 9 Verspätungen...da ist die Bahn doch etwas verlässlicher, allerdings sind die Buspreise meist unschlagbar, deswegen fahr selbst ich als überzeugter Bahnfahrer nun doch oft mit dem Bus. Außer dass eine Asiatin ihren Ausstieg in Heilbronn verpasste und bis Karlsruhe mitfahren musste, war die Fahrt ereignislos und ich konnte ungewohnterweise etwas schlafen.

In Freiburg hatte ich genug Zeit vom Bahnhof aus zum Möslestadion zu laufen. Die Stadt gehört, vor allem wenn wie heute die Sonne scheint , sicherlich zu den schöneren Flecken Erde. Das altehrwürdige Möslestadion hat eine bewegte Geschichte. Es liegt zwischen dem Stadteil Waldsee und der Höllentalbahn im Mösle, das ist eine der ältesten Parkanlagen Freiburgs. Wenn man vom Möslestadion redet, muss man auch vom Freiburger FC reden. Er ist ältester Fussballverein im Breisgau und wurde 1897 gegründet. Er war bis in die 80er Jahre die klare Nummer 1 in Freiburg.

Als erster süddeutscher Verein wurde man 1907 sogar Deutscher Meister. Heute spielt man in der Verbandsliga Südbaden im Stadion im Dietenbach. Im Jahr 2000 endete die Beziehung Mösle FFC und der SC Freiburg übernahm das Stadion für seine Fußballschule und machte ein Nachwuchsleistungszentrum daraus. Das Möslestadion wurde 1922 eröffnet und im Jahre 1953 brannte die Tribüne nieder und es wurde auch das Vereinsheim und sogar der Meisterwimpel von 1907 vernichtet.

Der Zuschauerrekord wurde 1956 beim Spiel gegen den 1.FC Nürnberg mit 25.000 Zuschauern aufgestellt. Heute hat der Ground eine Kapazität von 5400 Zuschauern und besteht mittlerweile aus einer Gegengerade für die Gäste mit 7 Stehstufen. Auf der Haupttribüneseite gibt es zur überdachten Tribüne mit 1000 Sitzplätzen, ansteigende Stehstufen. Mittlerweile sind die Stehplätze hinter den Toren gesperrt und begrünt. Ist auch so ein neuer Trend, den ich verurteile, denn so wird viel vom Charme eines Stadions genommen. Gut, die Kapazität ist natürlich vollkommen ausreichend für Jugend- und Amateurspiele. Glücklicherweise konnte ich 2000 vor einem SCF-Spiel das Stadion in Originalzustand wenigstens mal spotten.

Der SC Freiburg verfolgt ja bis hinunter in den Jugendbereich eine klare Fussballphilosphie. So war auch das Spiel der A-Jugend recht ansehnlich und wurde ohne große Mühe vom Heimteam gewonnen.

Die Grillwurst für günstige 2,50€ war in Ordnung und hat geschmeckt. Die anwesenden Zuschauer dürften die offizielle Zuschauerzahl wohl verdoppelt haben. Waren doch recht viele Leute hier bei optimalen Fussballwetter hier.

Für mich gings im Laufschritt zur Straba-Haltestelle "Musikschule" und von da aus über den Hauptbahnhof mit dem RE nach Basel. Denn bei einem geplanten Dreier darf nicht getrötelt werden, will man alle Spiele ganz sehen.

Text/Fotos: Pressi