Regionalliga
Nord
Amateurstadion
im Allerpark
Zuschauer: 341
(30 Gäste)
Es gibt Städte
bzw. Stadien, deren Besuch man so ständig vor sich herschiebt, weil man sie
eigentlich gar nicht besuchen will. Aber getreu dem Groundhopping-Motto „es
muss alles mal gemacht werden“ werden auch solche angesteuert. Für mich ging es
mit dieser Einstellung auch nach Wolfsburg. Das Einzige, was erfreulich war,
war, dass das Bundesliga-Spiel des VfL sich mit der Zweitvertretung im
benachbarten Amateurstadion doppeln ließ.
Im Januar 2015 wurde das Stadion mit
einer Kapazität von 5.200 Plätzen mit dem Testspiel des VfL gegen Karlsruher SC
eingeweiht, später im Sommer wurden die vier Tribünen noch überdacht. Genutzt
wird es nicht nur durch Nachwuchsmannschaften des VfL, sondern auch noch von
der sehr erfolgreichen Frauenmannschaft des Vereins. Würde die Zweite aus der
Regionalliga aufsteigen, würde es auch die Anforderungen der 3. Liga erfüllen.
Zweimal hatte VfL Wolfsburg schon die Möglichkeit ihre Zweitvertretung in die
dritthöchste Liga zu bringen, aber beide Male scheiterte man (zum Glück für den
deutschen Fußball) an SG Großaspach 2014 bzw. dem SSV Jahn Regensburg 2016. Diese Saison
haben die Wölfe auch die Möglichkeit auf die Aufstiegsrunde, sie liegen momentan
vier Punkte hinter der Zweiten des HSV, die die Tabelle der Liga gerade noch
anführen.Für faire 3 Euro ermäßigt betrat ich das Stadion und nahm Platz auf
den Sitzen der Haupttribüne. Ich habe mir zwar die Karte für einen Stehplatz
gekauft, die Stehränge sind aber nur auf der Hintertorseite, die heute genauso
wie die Gegengerade geschlossen blieb. Hinter dem anderen Tor positionierten
sich die Gäste aus Hildesheim. Ein kleiner Teil dieser stand hinter der
Zaunfahne „Fanszene Hildesheim“ und supportete ohne Rücksicht auf das Ergebnis
das ganze Spiel über die eigene Elf. Dabei lief das Spiel für die Gäste von
Beginn an richtig übel - von der Jugend der Wölfe wurden sie richtig an die
Wand gespielt. Gastronomisch geht im Amateurstadion was: Es gibt Currywurst,
Bratwurst, Schnitzel, Pommes sowie Frikadelle. Da kann der Imbiss bei dem FC
Bayern München II mit seinen ekligen Brötchen mit Leberkäse und Tomate so gar
nicht mithalten. Lediglich der Preis für das 0,4 l Veltins von 3,40 ist in
meinen Augen recht happig für einen Regionalligisten.










