Freundschaftsspiel
ASV-Stadion an der Magazinstraße
Zuschauer: 50
TSV Burgfarrnbach – Türkspor/Cagrispor Nürnberg 0:5
Bezirksliga Mittelfranken Nord
Konrad-Ammon-Platz
Zuschauer: 50
Heute stand ein Doppler in Fürth an. Wollte ich beide Grounds doch schon lange machen, vor allem der Platz in Burgfarrnbach fehlte mir noch um die Regionalliga Bayern wieder zu komplettieren. Dort trägt ja meistens Greuther Fürth II seine Heimspiel aus, leider gegen gute Gegner wie zB. Schweinfurt im großen Stadion.
Da noch Ferien sind bevorzugte ich den Zug, statt des etwas günstigeren Busses. Vom Bahnhof mit dem Bus Nr. 179 in den Süden von Fürth, bis Magazinstraße und man ist fast vorm Ground. Dessen alte Holztribüne im englischen Stil, wohl das Highlight von ganz Fürth ist.
Übrigens war ich jetzt schon öfters in Fürth in letzter Zeit, diese Stadt könnte auch irgendwo im Ruhrpott stehen. Grau und trostlos kommt sie mir vor, Schönheit sucht man hier vergeblich. Einzig in den Außenbezirken liegt etwas Famlienidylle. Ansonsten wirken in der Innenstadt alle Häuser etwas heruntergekommen und an jeder Ecke scheint eine Dönerbude zu stehen.
Oft sollen die Fußballer des ASV ja auf den Kunstrasen ausweichen, da heute die F-Jugend ein Spiel hatte, testete die A-Jugend heute auf dem Hauptplatz. Besonders motiviert war heute der Junge, der sich als Linienrichter verdingte und die ganze Spielfeldlänge hin und her flitzte und profimässig die Fahne schwenkte.
Blickfang des Grounds wie gesagt die alte Holztribüne, daneben sind auf einer Seite noch ein paar Stufen. Auf der Gegengerade sind drei von Gras zugewucherte Stufen und zwei Anzeigetafeln. Einmal modern elektronisch und einmal Old-School von Hand.
Im Bauch der Tribüne befindet sich ein Balkan-Grill, also dürfte zu späterer Stunde wohl sehr gute Verköstigung herrschen.
Die Fußballer des ASV Fürth sind mit ihren 400 Mitgliedern die größte Sparte des Vereins. Zurzeit hat der ASV 16 Mannschaften im Spielbetrieb. Die Erste spielt in der Kreisliga, es soll allerdings nicht ganz so gut um den Verein stehen.
Größter Erfolg eines Vorgängers des ASV Fürth war das Spiel um die Süddeutsche Meisterschaft am 22.03.1931 zwischen dem VfR Fürth und den Stuttgarter Kickers, das der Vorgänger mit 5: 0 gewinnen konnte, nachdem das Hinspiel noch mit 2:3 verloren wurde.
Denn vor fast 100 Jahren gab es in Fürth mehr als einen erfolgreichen Fußballverein. 12 Jahre lang sorgte der VfR Fürth aus dem Glasscherbenviertel für Furore. Sogar internationale Spiel bestritt sie
Das Stadion an der Magazinstraße war übrigens früher eine Pferderennbahn und auch die fränkischen Größen wie die Spielvereinigung und der Glubb gastierten hier.
Heute stand nur ein Jugendspiel gegen den ATSV Erlangen an, aber wenn das kombinierbar mit Burgfarrnbach ist, soll mir das Recht sein. Die Gäste gewannen locker mit 0:4 und die nachfolgenden Männerteams des ASV waren ebenfalls schon bereit. Doch ich stieg erst in den Bus zum Bahnhof um danach mit der Regionalbahn bis Fürth-Burgfarrnbach zu fahren. Von dort ist es durch eine modernere Wohnsiedlung noch fünfzehn Minuten Fußmarsch bis zum Konrad-Ammon-Platz.
Am Kassenhäuschen den Eintritt abgedrückt und sofort wabberten einem die Rauchschwaden vom Grill entgegen. Hier wird noch auf Holzkohle gegrillt und die Würste sollen sehr gut sein, ich hatte leider keinen Hunger und verzichtete schweren Herzens.
Der Ground ist typisch für die Nürnberger Region. Eine kleine Sitzplatz-Haupttribüne, wie zB. auch in Buch, Kornburg und Veitsbronn. An den Seiten sind noch drei Stufen Stehplätze. Ansonsten sind in beiden Kurven noch ein paar Stehstufen. Gibt sicher schlechtere Grounds, ist natürlich aber auch kein Highlight.
Aber da ich endlich wieder die Regionalliga Bayern komplett machen wollte, ist der Ground natürlich Pflicht. Nun kann ich endlich einen Haken hinter machen. Greuther Fürth´s zweite Mannschaft trägt hier ja die meisten Spiele aus. Nur gegen Mannschaften mit zahlenmäßig größerem Fanaufkommen weicht man in den Ronhof aus. Shaffi und ich wollten ja schon gegen Schweinfurt hier auflaufen, natürlich wurde es einen Tag vorher verlegt.
Zu Gast war heute die neue Fusion zwischen den türkischen Mannschaften Cagrispor und Türkspor aus Nürnberg. Die hatten echt einen netten Mannschaftsdress und erzielten in der zweiten Halbzeit fünf schöne Tore, beinhahe nach Belieben. So hatte der Junge an der Anzeigetafel noch einen beschäftigungsreichen Nachmittag.
Kurz vor Schluß traf man noch auf den Sachseninformer, den habe ich doch tatsächlich den Rest der Spielzeit nicht gesehen, obwohl er ja jetzt schon recht auffälllig ist. Kurzer Smaltalk über Nürnberger Grounds. Er meinte es wäre hier im Nürnberger Raum noch trostloser als in Würzburg.
Mit dem Abpfiff sprintete ich zur Bahn und erwischte den Zug ohne Probleme, sodass ich pünktlich zum Kickoff der Footballsaison im Free-TV auf der heimischen Couch lag.
Text/Fotos: Pressi






































