Urveilsdeild
Stjornvöllur
Zuschauer: ca. 500
Gestern Nacht landete um 1 Uhr in der Nacht mit Jonny unser vierter Mann. Rudi und Mats holten ihn vom Flughafen ab und fuhren ihn in seine AirBnB-Bude, welche direkt am Ground von Fram lag.
Punkt 7 Uhr holten wir ihn wieder ab, denn heute planten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem sogenannten "Golden Circle" zu besuchen. Diese Route gehört zu den Highlights eines jeden Island-Aufenthalts.
Von der graubraunen, lavabedeckten Mosfellsheidi hinab windet sich die Ringstraße in weiten Kurven ins Tal, dass der Fluss Varma in die Landschaft geschnitten hat.
Rudis Plan sah vor zuerst am Geysir aufzulaufen, bevor die ganzen Touristenbusse ihre Ladung ausspucken und uns die Pauschaltouristen in bunten Funktionsklamotten ins Bild laufen.
Wer unterwegs ist macht manchen Schlenkerer, denn beim Bau mancher Straße wurde auf die Ruhe von Elfen und Trollen, an die 60% der Einheimischen glauben, Rücksicht genommen.
Nach knapp einandhalb Stunden Fahrt erreichten wir das Hochthemperaturgebiet Haukaladur. Auf dem leicht ansteigenden Gelände kann man die vielen orangegelbe bis weiße Sinterbecken bestaunen, aus denen hellblaues Wasser emporsiedet. Nun beobachteten wir den Geysir Strokkur (Butterfass). Der etwa alle 10 Minuten eine bis zu 20 m Höhe Fontäne in die Luft schickt. Und was soll ich sagen Rudis Plan ging voll auf. Wir konnten nur mit einer Handvoll anderer Touristen fünf Ausbrüche bestaunen, bevor die ersten Asiatenhorden einliefen. Wir zogen weiter zum wenige Schritte entfernten Großen Geysir, welcher nur noch selten ausbricht. Übrigens wurde dem Strokkur schon mal mit 44 kg Schmierseife auf die Sprünge geholfen, da er quasi erloschen war. Übrigens sollte man sich nicht zu nahe an den Geysir wagen, denn das ausfließende, heiße Wasser kann Verbrennungen verursachen.
Der Nähe der hellblauen Quelle Blesi beginnende Anstieg zum Aussichtspunkt war leider wegen Bauarbeiten gesperrt.
Weiter ging es zum Gullfoss. Alle, die diesen donnernden Wasserfall an einem sonnigen Nachmittag, so wie wir heute erleben, wissen woher er den Namen hat: Die feine Gischt, die aus zwei insgesamt 32 m herabstürzenden Kaskaden der Hvita in dicken Wirbeln aufsteigt, schimmert in der schräg stehenden Sonne golden. Der Fluss wird gespeist vom Schmelzwasser des Langjöküll und stürzt über eine 11m Höhe Gesteinstreppe, ehe das Wasser an einem zweiten Vorsprung weitere 21 m hinabrauscht.
Dieses wahnsinnige Naturschauspiel katapultierte den Gullfoss nach Iguazu und noch vor den Niagarafällen auf Platz 2 meiner Liste der bisher gesehenen Wasserfälle.
Weiter ging es nach Selfoss, durch eine Fehlplanung meinerseits, vermuteten wir den gleichnamigen Wasserfall hier. Doch der Ort hat mit dem über 500km entfernten Selfoss nur den Namen gemeinsam. So suchten wir uns zum Mittagessen ein nettes Restaurant, was preislich im Rahmen war.
Vorteil an einem vollbesetzten Auto ist der Unterhaltungswert. Zudem kam Jonny kurz vorher vom Afrika-Cup und ist einer der witzigsten Typen die ich kenne. So war die Fahrt durch atemberaubende Landschaften der Vulkaninsel sehr kurzweilig. Zudem leerten wir auf der Rückbank einige Isländische Biere.
Letzter Stop heute war der Thingvellir Nationalpark.
Kein Ort ist mit der Isländischen Geschichte so verbunden wie Thingvellir. Schon 1928 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt und steht seitdem unter Naturschutz.
Die Isländer hätten sich für das "Althing", die gesetzgebende Versammlung aller Häuptlinge oder Goden, kaum einen besseren Ort aussuchen können als die schroff abfallende Allmännerschlucht und den über ihr thronenden Gesetzesfelsen, von dem aus man einen weiten Blick über das dunkelgrüneTal und von Schneeflecken überzogene Berge des Armannsfell und des Thingvallavat, den größten Natursee Islands, hat.
An diesem Ort und im weiterem Umfeld wird auch das Aufeinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platte durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar, vor allem an der Almannagja (Almännerschlucht) oder auch der Silfra-Spalte.
Die tektonischen Verschiebungen lösen auch häufig Erdbeben aus. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beiderseits der Schlucht um etwa 70 m Auseinanderdriftet und der Talboden hat sich um ca. 40 m gesenkt.
Der Fluss Öxara durchströmt den Thingvellir-Nationalpark und formt an der Almannagja-Schlucht den sehenswerten Wasserfall Öxarafoss.
Wir wanderten ordentlich was ab und hatten somit am Ende des Tages 14 Kilometer auf der Uhr.
Übrigens hat keines dieser drei heute gesehenen Highlights heute auch nur einen Cent Eintritt gekostet. Und auch sonst wird einen im Umfeld kein Tand oder Tourikram angeboten.
Herrliches Island !!!
Bevor wir unseren nächsten Ground ansteuerten, holten wir noch kaltes Dosenbier aus Jonny's Studio bevor es nach Gardabaer, in der südlichen Peripherie von Reykjavik ging.
Der UMF Stjarnan wurde 1960 gegründet und war zuletzt bis 1997 in der ersten Liga. Er schaffte erst 2006 den Wiederaufstieg in die zweite Liga. 2008 gelang die Rückkehr in die erste Liga. Bekannte wurde der Verein 2010, als er durch spezielle Torjubel im Internet auf große Resonanz traf.
2014 wurde man Isländischer Meister und 2018 Pokalsieger.
Kontrollieren tut hier am Eingang außer die Eintrittskarte sowieso niemand etwas und somit nahm auch niemand von unseren mitgebrachten Dosen Notiz.
Während die anderen sich noch einen Burger gönnten und ihre Plätze auf der einzigen Tribüne einnahmen, stiefelte ich auf die unausgebaute Gegenseite um Fotos zu machen. Juckt hier auch effektiv niemanden, denn auf Island ist man tiefenentspannt.
Der gebotene Fußball ist natürlich kein Augenschmaus und zähe Kost. Das auch noch auf Kunstrasen. Ein paar Fans mit Trommel machten ab und an auf sich aufmerksam, kann man in etwa auf das Niveau von Dorfultras bei uns setzen. Aber hey wer fliegt denn wegen Weltklasse-Fußball und tobender Fankurven bitte nach Island ?
Hinter den Tribünen ist in Island meist eine Art Biergarten mit Essens- und Getränkeständen. An ersten holte ich mir in der Halbzeit auch einen Burger. Dieser war mit Avocadocreme echt saulecker!
Auffallend noch ein Spieler des Gästeteam, bei dem wir rätselten ob er nun Mann oder Frau ist, so weibliche Gesichtszüge hatte er. Aber schaut euch das Foto selbst an..
Nach einem tristen 0:0 und dem straffen Tagesprogramm ging es schnell ins Bett, mussten wir doch recht früh raus, da morgen wohl das absolute Highlight der Tour anstand.
Text/Foto: Pressi
Stjornvöllur
Zuschauer: ca. 500
Gestern Nacht landete um 1 Uhr in der Nacht mit Jonny unser vierter Mann. Rudi und Mats holten ihn vom Flughafen ab und fuhren ihn in seine AirBnB-Bude, welche direkt am Ground von Fram lag.
Punkt 7 Uhr holten wir ihn wieder ab, denn heute planten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem sogenannten "Golden Circle" zu besuchen. Diese Route gehört zu den Highlights eines jeden Island-Aufenthalts.
Von der graubraunen, lavabedeckten Mosfellsheidi hinab windet sich die Ringstraße in weiten Kurven ins Tal, dass der Fluss Varma in die Landschaft geschnitten hat.
Rudis Plan sah vor zuerst am Geysir aufzulaufen, bevor die ganzen Touristenbusse ihre Ladung ausspucken und uns die Pauschaltouristen in bunten Funktionsklamotten ins Bild laufen.
Wer unterwegs ist macht manchen Schlenkerer, denn beim Bau mancher Straße wurde auf die Ruhe von Elfen und Trollen, an die 60% der Einheimischen glauben, Rücksicht genommen.
Nach knapp einandhalb Stunden Fahrt erreichten wir das Hochthemperaturgebiet Haukaladur. Auf dem leicht ansteigenden Gelände kann man die vielen orangegelbe bis weiße Sinterbecken bestaunen, aus denen hellblaues Wasser emporsiedet. Nun beobachteten wir den Geysir Strokkur (Butterfass). Der etwa alle 10 Minuten eine bis zu 20 m Höhe Fontäne in die Luft schickt. Und was soll ich sagen Rudis Plan ging voll auf. Wir konnten nur mit einer Handvoll anderer Touristen fünf Ausbrüche bestaunen, bevor die ersten Asiatenhorden einliefen. Wir zogen weiter zum wenige Schritte entfernten Großen Geysir, welcher nur noch selten ausbricht. Übrigens wurde dem Strokkur schon mal mit 44 kg Schmierseife auf die Sprünge geholfen, da er quasi erloschen war. Übrigens sollte man sich nicht zu nahe an den Geysir wagen, denn das ausfließende, heiße Wasser kann Verbrennungen verursachen.
Der Nähe der hellblauen Quelle Blesi beginnende Anstieg zum Aussichtspunkt war leider wegen Bauarbeiten gesperrt.
Weiter ging es zum Gullfoss. Alle, die diesen donnernden Wasserfall an einem sonnigen Nachmittag, so wie wir heute erleben, wissen woher er den Namen hat: Die feine Gischt, die aus zwei insgesamt 32 m herabstürzenden Kaskaden der Hvita in dicken Wirbeln aufsteigt, schimmert in der schräg stehenden Sonne golden. Der Fluss wird gespeist vom Schmelzwasser des Langjöküll und stürzt über eine 11m Höhe Gesteinstreppe, ehe das Wasser an einem zweiten Vorsprung weitere 21 m hinabrauscht.
Dieses wahnsinnige Naturschauspiel katapultierte den Gullfoss nach Iguazu und noch vor den Niagarafällen auf Platz 2 meiner Liste der bisher gesehenen Wasserfälle.
Weiter ging es nach Selfoss, durch eine Fehlplanung meinerseits, vermuteten wir den gleichnamigen Wasserfall hier. Doch der Ort hat mit dem über 500km entfernten Selfoss nur den Namen gemeinsam. So suchten wir uns zum Mittagessen ein nettes Restaurant, was preislich im Rahmen war.
Vorteil an einem vollbesetzten Auto ist der Unterhaltungswert. Zudem kam Jonny kurz vorher vom Afrika-Cup und ist einer der witzigsten Typen die ich kenne. So war die Fahrt durch atemberaubende Landschaften der Vulkaninsel sehr kurzweilig. Zudem leerten wir auf der Rückbank einige Isländische Biere.
Letzter Stop heute war der Thingvellir Nationalpark.
Kein Ort ist mit der Isländischen Geschichte so verbunden wie Thingvellir. Schon 1928 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt und steht seitdem unter Naturschutz.
Die Isländer hätten sich für das "Althing", die gesetzgebende Versammlung aller Häuptlinge oder Goden, kaum einen besseren Ort aussuchen können als die schroff abfallende Allmännerschlucht und den über ihr thronenden Gesetzesfelsen, von dem aus man einen weiten Blick über das dunkelgrüneTal und von Schneeflecken überzogene Berge des Armannsfell und des Thingvallavat, den größten Natursee Islands, hat.
An diesem Ort und im weiterem Umfeld wird auch das Aufeinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platte durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar, vor allem an der Almannagja (Almännerschlucht) oder auch der Silfra-Spalte.
Die tektonischen Verschiebungen lösen auch häufig Erdbeben aus. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beiderseits der Schlucht um etwa 70 m Auseinanderdriftet und der Talboden hat sich um ca. 40 m gesenkt.
Der Fluss Öxara durchströmt den Thingvellir-Nationalpark und formt an der Almannagja-Schlucht den sehenswerten Wasserfall Öxarafoss.
Wir wanderten ordentlich was ab und hatten somit am Ende des Tages 14 Kilometer auf der Uhr.
Übrigens hat keines dieser drei heute gesehenen Highlights heute auch nur einen Cent Eintritt gekostet. Und auch sonst wird einen im Umfeld kein Tand oder Tourikram angeboten.
Herrliches Island !!!
Bevor wir unseren nächsten Ground ansteuerten, holten wir noch kaltes Dosenbier aus Jonny's Studio bevor es nach Gardabaer, in der südlichen Peripherie von Reykjavik ging.
Der UMF Stjarnan wurde 1960 gegründet und war zuletzt bis 1997 in der ersten Liga. Er schaffte erst 2006 den Wiederaufstieg in die zweite Liga. 2008 gelang die Rückkehr in die erste Liga. Bekannte wurde der Verein 2010, als er durch spezielle Torjubel im Internet auf große Resonanz traf.
2014 wurde man Isländischer Meister und 2018 Pokalsieger.
Kontrollieren tut hier am Eingang außer die Eintrittskarte sowieso niemand etwas und somit nahm auch niemand von unseren mitgebrachten Dosen Notiz.
Während die anderen sich noch einen Burger gönnten und ihre Plätze auf der einzigen Tribüne einnahmen, stiefelte ich auf die unausgebaute Gegenseite um Fotos zu machen. Juckt hier auch effektiv niemanden, denn auf Island ist man tiefenentspannt.
Der gebotene Fußball ist natürlich kein Augenschmaus und zähe Kost. Das auch noch auf Kunstrasen. Ein paar Fans mit Trommel machten ab und an auf sich aufmerksam, kann man in etwa auf das Niveau von Dorfultras bei uns setzen. Aber hey wer fliegt denn wegen Weltklasse-Fußball und tobender Fankurven bitte nach Island ?
Hinter den Tribünen ist in Island meist eine Art Biergarten mit Essens- und Getränkeständen. An ersten holte ich mir in der Halbzeit auch einen Burger. Dieser war mit Avocadocreme echt saulecker!
Auffallend noch ein Spieler des Gästeteam, bei dem wir rätselten ob er nun Mann oder Frau ist, so weibliche Gesichtszüge hatte er. Aber schaut euch das Foto selbst an..
Nach einem tristen 0:0 und dem straffen Tagesprogramm ging es schnell ins Bett, mussten wir doch recht früh raus, da morgen wohl das absolute Highlight der Tour anstand.
Text/Foto: Pressi























































