Kreispokal Bamberg U 19 Kreis-Gruppe 01 Bamberg
Sportanlage Gaustadt – Rasenplatz Sportanlage Gaustadt - Kunstrasen
Zuschauer: 60 Zuschauer: 28
Glücklicherweise stieß ich in der Woche auf die Meldung, dass das Gaustädter Derby Sonntags stattfinden sollte. Dieses hatte ich schon länger ins Auge gefasst, da der Ground in Gaustadt eine echte Perle ist. Dazu hat selbst der Kunstrasen einen ordentlichen Ausbau vorzuweisen.
Bei weiterer Recherche kam zu Tage, das auch Wacker Bamberg am Sonntag einen Doppelspieltag mit erster und zweiter Mannschaft auf der Anlage hat, da deren Platz neu verlegt wird. Leider war im Vorfeld nicht genau zu recherchieren wer, wo spielt. Selbst auf BFV stand das Gaustädter Derby auf Kunstrasen. Dieser hat ja den deutlich kleineren Ausbau und wurde erst vor kurzem neu gemacht.
Auch Bibiana war von einem Ausflug ins romantische Bamberg zu überzeugen also rollten wir recht früh nach Oberfranken.
Kurz vor Elf parkten wir ab und zahlten am Eingang unseren Obolus, dort fragte ich sofort wer denn jetzt wo spielen würde. Ein Typ schaute von seinem Bier auf und vermeldete: „Die Jugend spielt auf Kunstrasen und Wacker auf Rasen !“
Das ist doch mal eine klare Aussage und somit stand fest, dass wir zuerst dem Jugendspiel beiwohnen würden und danach das „große“ Bamberger Derby zwischen dem FC Wacker und Post-SV schauen. Top !
Erstmal die riesige Tribüne des Rasenplatzes bewundert und runter zum Kunstrasen. Dort pflanzten wir uns auf der netten Tribüne und warteten auf den Anpfiff…doch bis 11:07 war kein Schiedsrichter weit und breit zu sehen. Ich machte mir ernsthaft Sorgen um die Partie, bis ein mindestens Siebzigjähriger in gemächlichen Tempo endlich den Platz betrat, bis er mit dem Heimtrainer die Aufstellung oder sonst was besprochen hatte vergingen weitere Minuten. Trotzdem Respekt an den Mann, in dem Alter noch zu pfeifen, Hut ab !
Während der Partie bekamen wir Hunger, da ich das Lunchpaket etwas kleiner gepackt hatte, in Erwartung von Bamberger Bier und Bratwürsten, war die Laune Bibianas gleich im Keller. In der Halbzeit lief ich zum Rasenplatz auf dem schon die zweite Hälfte begonnen hatte. Doch nirgendwo war ein Verpflegungsstand zu sehen, also ging ich ins Vereinsheim.
Dort musste mich der Wirt enttäuschen, da er nichts verkaufen kann wenn der Wacker spielt. Bratwurst gibt’s erst ab 16 Uhr. Tolle Wurst ! Als ich dies der Götterdame mitteilte, wurde mein sparsames packen der Verpflegung wieder leidiges Thema. Kann ja keiner wissen, dass man hier kein Geld verdienen will !
Wir genossen die Jugendpartie und drei Jugendliche brachten zum Kasten Bier auf einmal noch 3 Pizzen um die Ecke…da knurrte der Magen noch mehr und gierige Blicke meinerseits waren Ihnen Gewiss.
Nachdem wir den Kunstrasen abgehakt hatten, machten wir uns auf zum Derby. Blickfang auf der Tribüne waren die „Hopfen-Doldis“. Die selbsternannte „fussballaffine Trinkerszene“ sind eine handvoll Kutten, welche 2 Trommeln im Gepäck hatten und eine sehr hübsche Zaunfahne. Ich würde sie mal mit tschechischen Honzas vergleichen, genauso trinkfreudig und unrythmisch an der Trommel. Aber besser wie nix und solange man Spaß an seinem Tun hat, ist ja alles in Ordnung. Außerdem finde ich es gut, wenn man kleine Vereine unterstützt und nicht alle den großen Vereinen hinterher rennen.
Kurz vor der Halbzeit versuchte ich mein Glück am Eingang und siehe da, dort wurde das lokale „Fässla-Bier“ verkauft. Passt ! Endlich wieder Bamberger Bier, für mich der Landstrich mit den besten Kleinbrauerein.
Danach entdeckten wir einen jungen Mann, der hoppertypisch Fotos machte und auf dem zweiten Blick erkannten wir Shaffi. Ich hatte ja fast mit ihm gerechnet, also war ich nicht sonderlich überrascht. Allerdings war er nur wegen dem Gaustädter Derby angereist und verpasste so die Chance auf eine Doppler und wegscheppern des Kunstrasens. Ja Würzburg hoppt eigenständig und mich würde es nicht wundern wenn wir alle Drei mal getrennt irgendwo zu einem Spiel anreisen.
Da wir uns noch das schöne Bamberg anschauen wollten, verließen wir den Ort des Geschehens nach dem deutlichen Sieg von Wacker. Ich kann jedem nur einen Besuch hier empfehlen. Eine echt einzigartige Anlage wartet auf euch !
Durch einen Tipp von Manu, einem bekannten Bamberger parkten wir recht zentrumsnah.Die Altstadt ist einer der größten weitgehend unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerne in Deutschland. Darüber hinaus ist Bamberg überregional bekannt für seine vielfältige Biertradition ebenso wie für die traditionellen Gärtnereibetriebe mit großen Anbauflächen inmitten der Stadt.
Wir gönnten uns noch Schäuferla und Schweinshaxe in einem Brauhaus und wanderten in der Altstadt umher. Was hier los ist und wie dort die Corona-Regeln nicht eingehalten werden, ist schon der Wahnsinn.
Wundert mich das hier noch keine Risikogebiet ist, denn während bei uns in Würzburg die Alte Mainbrücke der Hotspot ist und dort wegen der hohen Fallzahlen am Wochenende Alkoholverbot herrscht, verkauft in Bamberg jede Gaststätte an Fenstern Bier to go und überall sind Horden von Menschen.
Bamberg ist für mich sogar noch etwas schöner als mein Geburtsort Würzburg, muss man mal neidlos anerkennen !
Perfekter Tag und man konnte Fußball und Kultur verbinden und das noch bei super Wetter.
Text/Fotos: Pressi


















