Samstag, 5. September 2020

FC Gießen - FC Homburg 1:2

Regionalliga Südwest

Waldstadion

Zuschauer: 498

 

Die Regionalliga Südwest ist eine der Ligen die ich in absehbarer Zeit komplettieren will. Durch die Corona bedingte Aufstockung auf 22 Mannschaften, ist sie etwas in weiterer Ferne gerückt. Das Gießener Waldstadion steht nun schon länger auf meiner Liste. Mittlerweile sind Spielbesuche ja schwieriger geworden, da die Kapazitäten durch die Hygieneauflagen begrenzt wurden.

Auf meine Nachfrage beim Verein bekam ich die Antwort, dass 515 Zuschauer zugelassen sind und die Tickets am Mittwoch um 13 Uhr online in den Verkauf gehen. Leider war um diese Zeit nichts im Onlineshop zu sehen und ich hatte schon mit dem Spiel abgeschlossen. Um 15:30 Uhr schaute ich nochmal hinein und schwupp, waren Karten zu kaufen, also schnell zugeschlagen.

So ging es Samstag früh erstmal Richtung Pohlheim. Da spielte der Vorgängerverein Watzenborn-Steinberg früher auf der Sportanlage An der Neumühle. Um 11 Uhr spielte dort die Jugend des FC Gießen II auf dem Kunstrasen, sodass wir dieses Spiel als Auftakt mitnahmen. Wenn man schon irgendwohin fährt, sollte sich das ja auch lohnen und wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sind ja drei Spiele am Tag leicht zu managen.

Der FC Gießen ist eine Fusion vom VfB Gießen und dem aus dem Pohlheimer Stadtteil Watzenborn-Steinberg stammenden Verein FC Teutonia und erhielt ein neues Logo und neue Vereinsfarben.

Set dem 1. Juli 2018 tritt der Verein als FC Gießen in der Hessenliga an. Am Ende der Saison 2018/19 wurde der FC Gießen Meister der Hessenliga und stieg in die Regionalliga Südwest auf.

Da die Saison 2019/20 aufgrund der COVID-19-Pandemie im Mai vorzeitig abgebrochen werden musste, einigte man sich darauf, auf die Ermittlung von Absteigern zu verzichten. Der FC Gießen belegte in der Abschlusstabelle den 15. Platz.

Viel zu früh betraten wir das Waldstadion, man musste beim rumlaufen Maske tragen und durfte sie am Platz abnehmen. Wir hatten Stehplatz-Tickets und die Plätze waren mit einem roten X gekennzeichnet. Allerdings waren diese nicht versetzt, sondern hintereinander sodass hier die Abstandsregeln nicht eingehalten werden konnten…etwas sinnlos und nicht durchdacht meiner Meinung nach. Mich wundert das so etwas genehmigt wird, aber gut, besser so als ohne Publikum zu spielen.

Zu essen gab es Bratwurst und die in Hessen obligatorische Rindswurst. Meine Freundin gönnte sich erstere und beim Probieren fand ich sie gar nicht so verkehrt. Allerdings war meine Wurst dann echt widerlich. Während auch die zweite von Ihr gut war. Ob es da zwei verschiedene gab oder es nur daran lag dass meine nicht richtig gegrillt wurde ?

Das Gießener Waldstadion hat ein großes Manko, es besteht nur aus zwei Tribünen. Die 1925 eröffnete städtische Sportanlage im Osten der mittelhessischen Stadt, befindet sich nahe dem Universitätssportgelände am Kugelberg.

Mittlerweile verfügt das Stadion über eine Kapazität von 4.999 Zuschauern, wovon 645 Plätze auf einer überdachten Sitzplatztribüne sind. Hinter beiden Toren gibt es leider keinen Ausbau und eine Seite bietet dem VIP-Zelt Platz.

Durch die Stadionnutzung des FC Gießen verspricht sich die Stadt die Chance das Waldstadion den aktuellen Anforderungen für höherklassigen Fußball anzupassen.

Vielleicht wird ja doch noch irgendwann ein richtiges Stadion draus.

Vor dem Spiel traf man noch HSV-Nachwuchslegende Steven B., der schon auf meinen Post vom ersten Spiel in den sozialen Medien nachfragte ob wir nicht zufällig später noch hier aufschlagen.

Überraschenderweise gab es sogar eine Tageskasse und im Endeffekt war der Kick nicht mal ausverkauft, was ich schon recht schwach finde. Aber gut, wenn kein Erfolg da ist bleiben auch die Eventbesucher aus.

Sogar eine Handvoll Gäste mischte sich unter das Publikum, leider war keine Szene anwesend. Denke aber die wäre auch vorher aussortiert worden.

Das Spiel begann für Gießen verheißungsvoll, aber nach dem frühen Führungstreffer, wurde Kapitän Jure Colak in der 38. Minute des  Platzes verwiesen. Aber Homburg war so schlecht, das die Führung eigentlich nie in Gefahr geriet. Doch wie es nun mal so ist, kam Homburg zum Ausgleich und fünf Minuten vor Schluss sogar noch zum unverdienten Siegtreffer. So wird es der FC Gießen schwer haben in dieser Spielklasse.

Zu diesem Zeitpunkt war Steven B. schon in der Kneipe, da er schon in der 60. Minute mit seinem Kumpel das Spiel verlies….sinnlose Typen  ;-)

Auch auf Gießener Seite gab es keine in Erscheinung tretende Fanszene, denn auch in Gießen regiert, wie in ganz Hessen, die SGE. Allerdings gibt es die „Supporters Giessen“,welche allerdings nur am Ausschank aktiv waren und so ihrem Verein unter die Arme griffen. Nervig war nur ein Junge, der ständig „FC Gießen“ krakeelte…meine Freundin war schon kurz vor einem Mordanschlag, so sehr nervte sie dieses Balg.

Nach dem Schlusspfiff ging es für uns nach Beienheim, wo die örtliche SKV, den SC Dortelweil zum Derby empfing. Dort wurden über 300 Zuschauern Zeuge eines 4:0-Auswärtssieges und wir, wie schön doch Amateurfußball mit Zuschauern sein kann. Daran sollte man sich mal in unserem Bundesland eine große Scheibe abschneiden. Mehr sag ich nicht sonst verklagt mich die bayerische Regierung und der BFV noch.

Text/Fotos: Pressi