Samstag, 29. August 2020

FK Neratovice-Byskovice - SK Kladno 3:0

Divize B 
Stadion Neratovice
Zuschauer: 160

 

Heute ging es nach einem Kaffee unterwegs nach Neratovice. Die Stadt in der mittelböhmischen Elbniederung liegt 30 Kilometer nördlich von Prag. Sie liegt gegenüber der Einmündung des Košátecký potokin die Elbe auf einer Seehöhe von 170 Meter und hat derzeit etwa 16.500 Einwohner. Kurz vor dem Ground wurde im örtlichen Supermarkt der Vorrat an pfandfreien Dosenbieren aus tschechischen Brauereien aufgefüllt. War mal wieder nötig !

Nach einem Umweg um das Stadion wurde endlich der Eingang, der etwas versteckt liegt gefunden und dem Kassierer die paar Kronen Eintritt überreicht. Im Gegenzug gab es leider nur Löschpapierkarten und ein kleines Programmheft.

Als erstes fiel mir die Baustelle rechts vom Eingang auf, dort wurden die in die Jahre gekommenen Stufen der Gegengeraden abgerissen. Denn dahinter scheint ein neuer Kunstrasenplatz zu entstehen. Vorbei an zwei typisch gekleideten Hoppern, welchen einen Guten Morgen gewünscht wurde, kam man noch mit einem in Dresden lebenden Exil-Augsburger-Pärchen ins Gespräch.

Als wir die Haupttribüne enterten winkten uns schon Andi aus Fürth und Frank aus Bayreuth zu. Mit dieser Kombination hätte ich hier auch nicht gerechnet. So nahmen wir nachdem ich mir ein Bier aus der Kneipe geholt hatte, neben ihnen Platz. Nun war für genug Gesprächsstoff für die folgenden 90 Minuten gesorgt. Schon witzig, in letzter Zeit habe ich doch bei fast jedem Spiel irgendwo jemand getroffen oder neu kennengelernt.

In der Halbzeit holte ich mir am nun geöffneten Imbissfenster ein neues Pivo, welches hier mit 29 Kronen zu Buche schlug.

Da ich doch leichten Hunger verspürte gönnte ich mir noch eine Klobasa am Grill. Der Grillmeister merkte sofort das ich kein Einheimischer war und probierte seine Deutschkenntnisse aus, welche ich mit meinem rudimentären Tschechisch konterte. Netter Kerl ! Die Klobasa war schon besser wie gestern, vor allem in der Konsistenz. Allerdings vom Geschmack her auch nur durchschnittlich.

Auch die zweite Halbzeit wurde mit dem Fürther Andi und dem Eishockey-Fan Frank verlabert. Nette Zeitgenossen und ihr Plan sah vor das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden zu kreuzen. Wir wollten weiter nach Dubi. Durch einen Rechenfehler bei der Spielzeit verliessen wir viel zu früh die Tribüne. Ein Glück bemerkte ich an der Anzeigentafel den Fehler und wir schauten die letzte Viertelstunde auf der Gegengerade. Nochmal mit dem Augsburger Pärchen die Ziele fürs Wochenende verglichen und mit dem Schlusspfiff ging es ins neue Hoppermobil weiter nach Dubi.

 

Text/Fotos: Pressi