Freundschaftsspiel
Stadion Rasice
Zuschauer: ca.40
Schon während ich in Rijeka war, stand ich mit Toni (Der Kroatenhopper) in Kontakt, den ich ja vor einer Woche erstmals persönlich kennen gelernt hatte. Dieser hatte sich ein gute Netzwerk aufgebaut und besuchte doch jeden Tag irgendein Test- oder Pokalspiel. Voller Neid las ich seine Posts, während bei mir in der Gegend tote Hose war. So kam wenigstens die Tochter auf ihre Kosten und wir konnten den Strandurlaub ohne die für sie lästigen Fußballunterbrechungen genießen.
Während ich schon schier verzweifelte ob der fußballlosen Zeit, schrieb Toni mir doch eines Tages, ich solle meinen Urlaub hier abbrechen und zu ihm runter nach Dalmatien kommen.
Doch ich hielt eisern an meinem Programm fest, dass uns nach Rijeka für zwei Tage nach Sibenik führte. Schon letztes Jahr waren wir hier und es hat uns gut gefallen, schöner Ort mit einer schönen Altstadt. Diesmal stand für mich auch die Festung Baron auf dem Programm. Wenn ihr mal dort seid, spart euch den Besuch. Viel zu teuer und es gibt außer einen schönen Blick von oben, nichts zu sehen. Eine echte Enttäuschung !
Ursprünglich sollte das Pokalfinale besucht werden, doch da dieses auch ohne Zuschauer gespielt werden sollte, wurde der Besuch verkürzt. Übrigens hatten wir ein Top-Zimmer in der Altstadt. Auf dieser Tour hatten wir ausnahmslos Glück mit unseren Unterkünften. Kommt ja recht selten vor, wenn man bei Booking seine Auswahl nach Preis sortiert.
So ging es Freitags mit dem Bus nach Trogir. Toni hatte uns ein günstiges Apartment in seinem Ort besorgt und holte uns dankenswerterweise sogar noch mit dem Auto am Busbahnhof ab. Nun ging es nach Okrug Gornji, welches etwa 6 Kilometer von Trogir entfernt liegt.
Okrug ist eine Gemeinde auf der Westseite der kroatischen Insel Ciovo. Es ist unterteilt in Okrug Gornji (Oberer Okrug) und Okrug Donji (Unterer Okrug), zwei traditionelle dalmatinische Dörfer. Neu gebaute Ferienhäuser und Hotels entlang der Küste der Insel haben Trogir und Okrug Gornji zu einem zusammenhängenden Stadt- und Vorortgebiet verbunden, während Okrug Donji weiter westlich ein separates Dorf bleibt.
Nachdem wir unser Gepäck aufs Zimmer gebracht hatten, gingen wir nochmals für ein paar Stunden an den Strand. Dieser besteht hier aus Felsenketten, von welchen man etwas erhöht ins Meer springen oder über eine Leiter klettern kann. In Zeiten von Corona war es hier auch nicht zu überlaufen und zur Unterkunft waren es nur wenige Meter. Top !
Kurz noch eine Kleinigkeit in der nahegelegenen Strandbar gegessen und dann ging es auch schon los mit Toni nach Vodice. Das sind etwa 80 Kilometer einfache Wegstrecke. Vodice ist ein Fischer- und Feriendorf am sibenskikanal, wie die Schifffahrtsstraße genannt wird, die zwischen der Festlandsküste und den zahlreichen Inseln des Archipels von Sibenik verläuft. Es liegt direkt neben Sibenik…da hätten wir eigentlich gleich hier bleiben können…Aber gut, dumm ist der, der dummes tut !
Im alten Vodice sind die Häuser so eng zusammengebaut und so schlicht und schmucklos wie eh und je, aber ein ständig wachsender Kordon neuer Häuser, Restaurants und Hotels umgibt das Örtchen. Der große Yacht- und Freizeithafen drängt den kleinen, von einer geschwungenen Mole umgebenen Fischerhafen in eine Ecke.
Aber unser Auftrag war ein anderer. Rechtzeitig parkten wir am etwas außerhalb gelegenen Ground. Dieser wird an zwei Seiten von Felswänden umgeben und hat zwei Tribünen. Während die Stahlrohrtribüne auf der Seite des Funktionsgebäudes gesperrt war, damit sich Zuschauer und Spieler wohl nicht mischen, steht auf der anderen Seite eine neue Betontribüne. Diese ist allerdings noch im Rohbau und das Dach fehlt noch.
Da wir viel zu früh da waren mussten wir uns über einen Steinhaufen Eintritt verschaffen, später wurde das Tor aber doch noch geöffnet. Der Belag ist hier Kunstrasen, was wohl bei dem Wetter nur Vorteile hat, wenn man mal von der Pflege ausgeht.
Wir machten es uns mit Getränken und Snacks bequem und das Spiel der Zweitvertretungen war doch recht einseitig, da Vodice dem Nachbarn deutlich die Grenzen aufzeigte. Nach dem Spiel ging es etwas umständlich die Küste entlang, da wir wohl eine Abzweigung verpassten. Doch zur traumhaften Aussicht konnten wir noch einen famosen Sonnenuntergang bestaunen. Hat also dann doch gepasst !
In Okrug gingen wir noch auf ein Getränk in eine Bar bevor wir unser Haupt zur Ruhe betteten.
Endlich wieder Fußball und auch für die nächsten Tage sollte die Abendgestaltung fest stehen !
Text/Fotos: Pressi





















