Sonntag, 17. März 2019

NK Arne Tabor 69 - FC Koper

U17: NK Arne Tabor 69 - FC Koper 0:2 
U19: NK Arne Tabor 69 - FC Koper 0:3
2. SML Zahod
Maksov Gaj
Zuschauer: 80

Nach dem gestrigen Derby ging es auch heute zeitig aus den Federn, denn zuerst wollte ich das Eisenbahnmuseum besuchen. Dort war ich zur Öffnung um 10 Uhr der Erste und löhnte meine 3,50€ Obolus. Es ist recht sehenswert und nennt eine umfangreiche Sammlung historischer Dampflokomotiven sein Eigentum. Obwohl ich die Gesamtatmosphäre doch etwas gruselig empfand.

Danach ging es diesmal mit der Seilbahn hinauf zum Wahrzeichen Ljubljanas, der Burg. Diese thront seit über 900 Jahren auf dem Hügel über der Stadtmitte und ist die Hauptsehenswürdigkeit von Sloweniens Hauptstadt. Normalerweise hätte ich mir das gespart, aber ich hatte noch genug Zeit. Mit Seilbahnfahrt und Audio-Guide kostete der Spaß 12€. Kann man machen und war ganz nett.
Danach gönnte ich mir in einem Restaurant eine Suppe im Brotteig.
Da mir etwa eine Woche vor Abfahrt beim checken der Spielpläne auffiel, das einige Spiele auf Samstag vorverlegt wurden, was auch das Zweitliga-Spitzenspiel in Radomlje betraf, musste ich wieder einmal um planen. Denn ohne Spiel am Sonntag wollte ich nicht abreisen!
Dies gestalte sich etwas schwierig, da die Seite in der Spiel im Raum Ljubljana gelistet waren, meist keine Uhrzeiten anzeigte. Also schrieb ich die Vereine über ihren Facebook-Account an. Ich bekam auch bei allen eine Rückmeldung. Ein Hoch auf die Vereine die ihr FB-Profil pflegen !
Eine besonders nette Konversation kam mit dem Vertreter von Arne Tabor zustande. Der mich erst fragte was ich denn in Laibach mache und warum ich mir sowas angucken wolle. Schlusswort von ihm war: „Zieht Koper die Lederhosen aus !“
Irgendwann merkte ich auch das die ganzen Spiele Jugendspiele waren. Und zwar spielt erst immer die U17 und danach die U19.
Am besten erreichbar und zumindest mit einer mehr oder weniger ordentlichen Tribüne war ebenfalls Tabor. Das liegt im Speckgürtel von Ljubljana und gehört zu Vizmarje-Brod und ist eine eher ländliche Gegend.
Einigermaßen pünktlich kam ich zum ersten Spiel an und holte mir erstmal ein Bier. Erst wurde mir die gewünschte Dose ausgehändigt, auf einen Plastikbecher hatte ich dankend verzichtet. Als ich oben auf der Terasse stand und meine Fotos mit Dose machte, kam die Bedienung angerannt und meinte ich solle es doch in einen Plastikbecher umfüllen. Der Sicherheitswahn ist auch beii Jugendspielen in Slowenien angekommen….
Ich empfand die ganze Atmosphäre hier echt nett und gönnte mir weitere Biere, man muss so kleinen Vereinen auch mal etwas Geld da lassen ;-)
Hier gibt es zwei große Sorten Bier in Slowenien. Das mildere Lasko und das etwas herbere Union. Ist halt wie so alles Geschmackssache. Samstag schmeckte mir das Lasko besser, während ich heute das Union bevorzugte.
Eintritt wurde irgendwie keiner verlangt. Weder stand jemand am Eingang, noch kassierte einer später ab.
Die Anlage ist auch okay. Eine selbst gezimmerte Tribüne und am Vereinsheim eine Aussichtsterrasse, an der sogar eine Uhr mit Spielstand-Anzeige. Diese funktionierte aber leider nicht. Denn das angezeigte 1:0 für Tabor, fiel weder bei der U17, noch bei der U19. Sondern beide Partien gewann der Gast aus Koper relativ locker.
Nach Schlusspfiff ging es direkt zurück in die Hauptstadt, da ich jetzt richtig Hunger hatte. Im Vorfeld habe ich ein bosnisches Restaurant in Bahnhofsnähe ausgesucht. Hatte ich doch richtig Bock auf Cevapcici. Dazu gab es natürlich Pivo und eine Suppe mit Hühnchen. Sogar einen Nachttisch gönnte ich mir. Eine Empfehlung spreche ich hiermit für „Das ist Valter“ aus. Nette Bedienungen inklusive. Zudem war es sehr günstig. Insgesamt fand ich das Preisniveau tiefer als erwartet.
Gegen 21:45 bestieg ich den wieder einmal unerwartet pünktlichen Flixbus nach München. Dort noch etwa zwei Stunden am Bahnhof abgegammelt, bevor mich der ICE nach Würzburg brachte.
Wo ich wieder einmal direkt auf die Arbeit ging. Urlaub ist kostbar für Groundhopper!






Text/Fotos: Pressi