Samstag, 4. November 2017

Würzburg Lacrosse - Karlsruhe Storm 14:11

1. Bundesliga Süd
Beate-Uhse-Kampfbahn
Zuschauer: 30 ( 5 Gäste)

Aufgrund des Geburtstages meiner Tochter und der notwendigen Reparatur an meinem Auto, stand dieses Wochenende fest, dass es keinen Fußball für mich zu sehen gibt.
So konnte ich mich wieder mal den Randsportarten in Würzburg widmen.
Heute stand Lacrosse auf dem Plan.
Lacrossse ?
Ja, das Spiel mit den Fischernetzen...kennt man in Deutschland meist nur von Highschoolfilmen. So wie in "American Pie".
Mehr Berührungen mit dem Sport dürfte der Durchschnitts-Deutsche nicht haben.
Lacrosse ist ein Mannschaftssport, der mit einem Lacrosseschläger und einem Hartgummiball gespielt wird. Er gilt neben dem Eishockey als kanadischer Nationalsport.
Das Spiel stammt von den Indianern der Ostküste und der Großen Seen, auf den Gebieten des heutigen Kanada und der USA. Sie nannten es Baggataway oder Tewaraathon (kleiner Bruder des Krieges) und weihten es dem Kriegsgott. Nicht selten endeten diese Spiele, die zur Vorbereitung auf Kriege mit anderen Stämmen gespielt wurden, tödlich.
Es wurde erstmals 1634 erwähnt und den französischen Jesuitenmissionar Jean de Brebeuf aus Ontario erinnerten die Schläger an einen Bischofsstab. Deswegen gab er dem Spiel den Namen La Cross (franz. für Bischofsstab)
Gespielt wird auf einem 45m breiten und 102 m langen Feld. Das Tor ist 1,83m x 1,83m groß und befindet sich wie beim Eishockey nicht am jeweiligen Spielfelgende, sondern 14m davor.
Der Ball ist aus Hartgummi. Der Schläger, genannt Crosse oder Stick, ist zwischen 101 und 183 cm lang un nicht dicker als ,24cm. Der Schlägerkopf besteht meist aus Kunststoff. Im Schlägerkopf ist ein Netz, die sogenannte "Pocket" geknüpft, das gleichzeitig präzises Passen und Ballkontrolle ermöglichen soll.
Ist auch recht viel Körperkontakt bei und man kann es sich ruhig mal anschauen. Ist für uns Fußball-Junkeys zwar recht gewöhnungsbedürftig, aber schlecht ist es nicht.
Eintritt wurde keiner verlangt und eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken gab es auch. Nur ist die Beate-Uhse-Kampfbahn wie schon öfter erwähnt der beschissenste Sportplatz in ganz Würzburg ohne jeglichen Komfort und für so Sportarten, bei denen man sitzt doch recht unkomfortabel.
Nach Anfangsschwierigkeiten konnten die Würzburger ab dem 3. Drittel das Spiel drehen und noch gewinnen.

Text/Fotos: Pressi