Veikausliiga
Telia 5G-areena
Zuschauer: 2617 (ca.250 Gäste)
Wieder gings einigermassen früh aus den Federn, wollte man doch heute Helsinki besichtigen. Leider sah das Wetter gar nicht gut aus und es zog Regen auf.
Erstmal zum Südhafen und in einer Markthalle gefrühstückt und gleich in die Bedienung verliebt.
Helsinki liegt ja im Süden Finnlands an der Küste des Finnischen Meerbusens (geiles Wort!), in der Landschaft Uusimaa. Sie ist mit 630.000 Einwohner die Größte des Landes und hat 300 vorgelagerte Schären.
Übrigens ist Helsinki zweisprachig. Alle Straßen haben einen finnischen und schwedischen Namen und auch die Ansagen in den öffentlichen Verhehrsmitteln sind zweisprachig. Es haben aber nur ca.6 % der Bevölkerung Schwedisch als Muttersprache. Das rührt von der schwedischen Herrschaft vom 12.-18. Jahrhundert, bevor Helsingfors unter russische Herrschaft geriet.
Die geplante Schiffstour liess ich leider aufgrund des schlechten Wetters ausfallen. Wenigstens ein Grund nochmal hierher zu kommen. Vor allem die Festung Suomenlinna steht noch auf meiner Liste.
So konnte man den halben Tag etliche Sehenswürdigkeiten abhaken. Zur Mittagszeit knurrte der Magen und man ging in ein Cafe wo es das in Skandinavien übliche Menu gab. Suppe, Salat, Hauptspeisen und Kaffee. Das ganze kostete auch nur schmale 11 Euro. Überhaupt fand ich es nicht so teuer wie mir von einigen Bekannten prophezeit wurde. Fand ich Kopenhagen deutlich teurer.
Nachmittags musste endlich mal ein Bier her. Immerhin musste ich noch auf den Länderpunkt anstossen. Die erste Kneipe wies Bierpreise ab 8,90€ aus. Ok...sportlich !
Glücklicherweise fand man im Einkaufscenter Kampen hinter der Church of Silence das "Pub Ikkuna".
Dort war wohl Happy Hour und der angezeigte Preis wurde mit 3,70 nochmals unterboten.
So blieb ich erstmal hier, wie auch einige andere Einheimische. War recht voll der Pub.Klar, bei den Dumping-Preisen ;-)
Irgendwann brach ich dann Richtung Olympiapark auf, bei dem auch der heutige Spielort liegt.
Das Olympiastadion wird gerade im großen Stil renoviert, überall wird gewerkelt. Im großen und ganzen scheint der Charakter und auch der Turm erhalten zu bleiben. Wenn man die Bausubstanz so anschaut, ist es wohl auch Zeit geworden für eine Erneuerung.
Da in der Gegend keine Kneipen waren ging ich schonmal um das Stadion, das von HJK und HIFK bespielt wird.
Ein offenes Tor lud ein, mal einzutreten und im ganzen Stadion umherzuspazieren und es natürlich fotografisch festzuhalten. Also erstmal hingesetzt und eine Dose Cider geöffnet. Irgendwie hat sich keiner der Herren hier für mich interessiert, also blieb ich doch gleich sitzen. So wurden schonmal 21,50 € Eintritt gespart. Ich liebe die Finnen !
Die Helsingfors Idrottsföreningen Kamraterna wurde 1897 gegründet und es werden Eishocke, Fußball, Bandy, Unihocke, Handball, Leichtathletik und Bowling betrieben.
Im Eishockey hat man schon 7 Meistertitel vorzuweisen und im Bandy, einem Vorläufer des heutigen Eishockey,mit 17 Meistertiteln einer der erfolgreichsten Vereine.
Auch im Fussball war man schon 7mal Finnischer Meister, davon ist momentan nix mehr übrig und man steht an vorletzter Stelle der Tabelle.
Auch eine Fanszene existiert hier und die führende Gruppe heißt "Stadin Kingit" (Könige der Stadt).
Ein paar Zaunfahnen hingen und der Support war in der ersten Halbzeit aller Ehren wert. Kein Unterschied zu Deutschland, sieht man mal von der eher geringeren Anzahl ab. Aber ansonsten hat das schon gepasst.
Auf dem Feld hat HIFK eine Graupentruppe vor dem Herren. Übrigens verdient hier Mikael Forssell sein Gnadenbrot. Früher mal bei Gladbach,Hannover und kurz bei Bochum. Hätte schwören können er ist schon über 40 Jahre, doch ein Blick auf sein Geburtsdatum sagte mir, dass er doch "erst" 36 ist.
Er schoss sogar den Ehrentreffer.
In der zweiten Halbzeit stellte die Heimszene den Support mehr oder weniger ein, ausser ein paar unmotivierten HIFK-Rufen kam nix mehr. Gäste waren so in etwa 2-300 aus dem doch 400km entfernten Kuopio angereist. Für einen Montag doch sehr respektabel. Sie saßen überall verteilt im Stadion, doch beim Torjubel und an den gelb-schwarzen Schals konnte man sie recht gut identifizieren.
So war die zweite Halbzeit wirklich zähe Kost, aber irgendwann war dann Schluss und es ging nochmal auf ein Bier in eine Kneipe. Bevor es mit dem Bus an den Airport ging und ich dort doch einigermassen schlafen konnte, bis ich früh mit der ersten Maschine nach Frankfurt entschwebte und von dort gleich auf die Arbeit durchstartete.
Das Geld für die nächste Tour muss schliesslich verdient werden.
Text/Fotos: Pressi


































