Mikheil Meskhis
Sakhelobis Stadionis
Zuschauer: 500
Tbilisi (Tiflis) wurde Ende des 5 Jahrhunderts als Stadt gegründet. Sie ersetzte schon ziemlich bald als neue Hauptstadt den Ort Mtskheta. Die deutsche Bezeichnung Tiflis stammt aus dem Griechischen und wird heutzutage in Kaukasus eigentlich nicht mehr so verwendet. Für mich war es nicht das erste Mal in Tbilisi. Von mir aus müsste ich generell da nicht unbedingt noch einmal hin, denn in meinen Augen findet sich die Schönheit Georgiens nicht in seiner Hauptstadt oder generell Städten, sondern seiner Landschaft wieder. Doch aufgrund des Dopplers am Sonntagabend wurde für den kompletten Tag Tbilisi eingeplant. Zum Frühstück begaben wir uns zum Samikitno am Meidan Platz. Das Restaurant ist eine landesweite Kette der Gesellschaft Villa Dzara. Negativ möge die Speisekarte mit Bildern wirken, doch das Restaurant war schon eine Empfehlung der Einheimischen bei meinem letzten Besuch.
Sonst schauten
wir uns die Burg Narikala sowie das Übliche in der Altstadt an. Anschließend
liefen wir entlang dem bekannten Rustaveli Boulevard. In der Nähe befindet sich
auch die sogenannte Trockene Brücke, an der auch täglich ein Flohmarkt mit
Gemälden und Souvenirs aus der Sowjetzeit stattfindet. Nachdem wir uns diesen
angeschaut hatten und auch der Regen vorbei war, ging es für mich und Julia
noch in die Nationalgalerie, welche aber leider extrem klein ausfiel. Die Zeit
bis zum Anpfiff rückte näher und nach einer Mahlzeit ging es für uns drei mit
dem Taxi zum Stadion, welches nach dem georgisch-sowjetischen Fußballer Mikheil
Meskhi benannt ist.
Neben dem
zweitgrößten Stadion des Landes wurde eine kleine Anlage mit einer Tribüne mit
einer Kapazität von 2500 Plätzen errichtet. Hier fanden in den letzten Jahren
öfter Heimspiele mehrerer Erstligaclubs statt. Momentan trägt hier neben dem
Gastgeber Sioni Bolnisi, auch noch ihr heutiger Gegner Lokomotiv Tbilis seine
Spiele aus. Sioni Bolnisi ist also neben dem FC Kolkheti Poti, welcher am
Vortag in Zestafoni besucht wurde, ein weiterer Club der Liga, der zu dem
Zeitpunkt nicht in der eigenen Stadt spielt. Der Eintritt war wie bei jedem
Meisterschaftsspiel in Georgien frei. Wobei man hier sogar von Securtiy
abgetastet wurde, was auch eher ungewöhnlich ist. Obwohl die Anlage an sich
nicht spektakulär ist, hat man in diesem kleinen Ground wenigstens eine nette
Aussicht. Rechts von der Tribüne sieht man den riesigen grünen Hügel namens
Mtatsminda, welcher mit einer alten Seilbahn bedient wird. Auf den Rängen
versammelten sich in etwa 500 Leute, davon waren auch zwei Fanblöcke anwesend.
Aus dem 70 km entfernten Bolnisi stand so eine Dutzend Leute im Block. Bei
Lokomotiv waren es in etwa 7 Leute. Bei de Gruppen gaben während dem Spiel ein paar
Schlachtrufe von sich, aber das war es auch schon.
Nach dem Schlusspfiff begaben wir
uns zum nahegelegenen Supermarkt, um die Dreiviertestunde bis zum zweiten Spiel
zu überbrücken.
















