Freitag, 30. März 2018

FK Ústí nad Labem - SK Dynamo České Budějovice 2:0

Fotbalová národní liga
Městský stadion
Zuschauer: 832 (40-50 Hopper)

    Das Spiel in Ústí nad Labem (Aussig) stand eigentlich von Anfang an auf meinem Programm, jedoch wurde es vom ursprünglichen Anpfiff am Abend schon auf 13:15 vorverlegt. Mit dem Zug wäre es aber nach dem Meteor-Spiel, welches um 12:00 enden sollte, so gar nicht möglich gewesen. Dank zweier Karlsruher, die mit dem Auto nach dem Abpfiff im Prager Bezirk 8 nach Ústí unterwegs waren, konnte aber mein ursprünglicher Plan sogar doch realisiert werden. Noch einmal ein fettes dĕkuji an dieser Stelle an die beiden! Die Fahrt von einer knappen Stunde verging durch den Austausch mit den neuen Bekannten wie im Flug.
Außerdem sah ich mich parallel im Internet nach der möglichen Zugfahrt nach Prag um, da die Jungs an diesem Freitag nicht mehr vorhatten nach Prag zurückzukehren, während ich schon ein Bett im Hostel gebucht hatte. Dass auf mich im Stadion eine weitere positive Überraschung, die meine anstehende Zugfahrt überflüssig werden lässt, wartet, wusste ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht…
    In Ústi angekommen, wurde das Auto an dem Eisstadion, das sich in unmittelbarer Nähe zum Stadion befindet, geparkt. Für 50 Kronen (ca. 2 Euro) betraten wir anschließend den Ground kurz vor Anpfiff. Die Zeit für den Imbissstand war auch noch da, sodass wir uns Bier und Klobasa holten. Neben der Klobasa beim Vorspiel von Meteor war es wohl die beste der Tour. Schon gleich bemerkten wir, dass die Anzahl der Hopper hier nur gegenüber dem Morgenspiel beim Meteor noch krasser wurde. Hier waren dann dagegen hauptsächlich Ostdeutsche anwesend, was ganz einfach mit der geringen Entfernung zu Sachsen zu begründen sei. Wir nahmen auf der Haupttribüne Platz, wo auch der Großteil der heutigen 832 Zuschauer gewesen ist. Diese Tribüne entstand bei der Stadionrenovierung in den Jahren 2013-2014, als hier drin wirklich viel erneuert wurde. Der Ground wirkt mit seinen relational unterschiedlichen Tribünen auf der Längsseite etwas verbaut, aber insgesamt durch die Aussicht auf die Berge doch nicht ganz so verkehrt. Direkt vor uns platzierte sich der Fanblock der Heimfans, welcher aus ca. 30 Leuten bestand. So typisch für zweite Liga oder teils allgemein Tschechien war dann auch sein ziemlich gelegentlicher Support: In Deutschland würde man dies als kuttenmäßig bezeichnen, also an sich wenig spektakulär. Die abstiegsgefährdete Heimmannschaft, welche aus 19 Spielen lediglich 13 Punkte schaffte, gewann heute etwas überraschend mit 2:0 gegen den siebten der Liga Dynamo Ceske Budejovice.
    Zufällig sah ich während dem Spiel den Paul aus Hannover. Ich wusste zwar schon, dass er dieses Wochenende in der Heimat des Pils verbringen will, aber dieses Spiel stand bei ihm doch ursprünglich nicht auf Zettel. Dadurch, dass er mit seiner Autobesatzung noch das Abendspiel von Dukla auf dem Plan hatte, stand auch schon meine Rückfahrt fest. So wieder mal Glück gehabt und die Rückfahrt mit den trinkfreudigen Hannoveranern zurück in die tschechische Hauptstadt konnte angetreten werden!

 Text/Fotos: Шаффи

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