Městský stadion
Zuschauer: 832 (40-50 Hopper)
Das Spiel in Ústí nad Labem (Aussig) stand
eigentlich von Anfang an auf meinem Programm, jedoch wurde es vom
ursprünglichen Anpfiff am Abend schon auf 13:15 vorverlegt. Mit dem Zug wäre es
aber nach dem Meteor-Spiel, welches um 12:00 enden sollte, so gar nicht möglich
gewesen. Dank zweier Karlsruher, die mit dem Auto nach dem Abpfiff im Prager
Bezirk 8 nach Ústí unterwegs waren, konnte aber mein ursprünglicher Plan sogar doch
realisiert werden. Noch einmal ein fettes dĕkuji an dieser Stelle an die
beiden! Die Fahrt von einer knappen Stunde verging durch den Austausch mit den
neuen Bekannten wie im Flug.
Außerdem sah ich mich parallel im Internet nach
der möglichen Zugfahrt nach Prag um, da die Jungs an diesem Freitag nicht mehr
vorhatten nach Prag zurückzukehren, während ich schon ein Bett im Hostel
gebucht hatte. Dass auf mich im Stadion eine weitere positive Überraschung, die
meine anstehende Zugfahrt überflüssig werden lässt, wartet, wusste ich zu dem
Zeitpunkt aber noch nicht…
In Ústi angekommen, wurde das Auto an dem
Eisstadion, das sich in unmittelbarer Nähe zum Stadion befindet, geparkt. Für
50 Kronen (ca. 2 Euro) betraten wir anschließend den Ground kurz vor Anpfiff.
Die Zeit für den Imbissstand war auch noch da, sodass wir uns Bier und Klobasa
holten. Neben der Klobasa beim Vorspiel von Meteor war es wohl die beste der
Tour. Schon gleich bemerkten wir, dass die Anzahl der Hopper hier nur gegenüber
dem Morgenspiel beim Meteor noch krasser wurde. Hier waren dann dagegen
hauptsächlich Ostdeutsche anwesend, was ganz einfach mit der geringen
Entfernung zu Sachsen zu begründen sei. Wir nahmen auf der Haupttribüne Platz,
wo auch der Großteil der heutigen 832 Zuschauer gewesen ist. Diese Tribüne
entstand bei der Stadionrenovierung in den Jahren 2013-2014, als hier drin wirklich
viel erneuert wurde. Der Ground wirkt mit seinen relational unterschiedlichen
Tribünen auf der Längsseite etwas verbaut, aber insgesamt durch die Aussicht
auf die Berge doch nicht ganz so verkehrt. Direkt vor uns platzierte sich der
Fanblock der Heimfans, welcher aus ca. 30 Leuten bestand. So typisch für zweite
Liga oder teils allgemein Tschechien war dann auch sein ziemlich gelegentlicher
Support: In Deutschland würde man dies als kuttenmäßig bezeichnen, also an sich
wenig spektakulär. Die abstiegsgefährdete Heimmannschaft, welche aus 19 Spielen
lediglich 13 Punkte schaffte, gewann heute etwas überraschend mit 2:0 gegen den
siebten der Liga Dynamo Ceske Budejovice.
Zufällig sah ich während dem
Spiel den Paul aus Hannover. Ich wusste zwar schon, dass er dieses Wochenende
in der Heimat des Pils verbringen will, aber dieses Spiel stand bei ihm doch
ursprünglich nicht auf Zettel. Dadurch, dass er mit seiner Autobesatzung noch
das Abendspiel von Dukla auf dem Plan hatte, stand auch schon meine Rückfahrt
fest. So wieder mal Glück gehabt und die Rückfahrt mit den trinkfreudigen
Hannoveranern zurück in die tschechische Hauptstadt konnte angetreten werden!








