1.Bundesliga
Olympiastadion
Zuschauer: 51 934 (ca.
6000 Gladbacher)
Nur drei Tage nach dem
Spiel in Charlottenburg ging es wieder nach West-Berlin zum Fußball. Dieses Mal
in das legendäre und historische Olympiastadion. Es war nicht mein erster
Besuch. Als es noch Nachtzüge aus Berlin in die Ukraine gab, bin ich mit diesen
immer in die Heimat gefahren. So war ich im Jahr 2007 das erste und bis jetzt
auch das letzte Mal hier. In meinen Augen ist es mehr als nur ein stinknormales
Stadion. Schließlich hat es eine große historische Bedeutung. Das Stadion war
vor 80 Jahren ein wichtiger Bestandteil des großen Propagandafestes bzw. der
Olympischen Spiele 1936. Somit wurde im Olympiastadion Berlin Weltgeschichte
geschrieben.
Optisch gefällt mir das Stadion sowohl von außen als auch von
innen. Mit dem Marathontor hat es schon ein Wiedererkennungsmerkmal, welches
heutzutage vielen Stadien einfach fehlt. Die Laufbahn, die für viele Kollegen
schon ein Tabu für ein gutes Stadion darstellt, stört mich persönlich weniger.
Ich und meine beiden
georgischen Freunde betraten das Stadion ca. eine Stunde vor dem Spiel. Unsere
Plätze waren am Rande der Gegengerade im Oberrang. Von da hatten wir einen
super Blick auf das Spielfeld und auf die beiden Fanblöcke. Das Ganze noch bei
einem fairen Preis von 22 Euro ermäßigt. Gut, so was muss sich Hertha leisten,
weil die Auslastung des Stadions im Vergleich zu anderen Bundesliga-Vereinen
relativ gering ausfällt.
Zum Anpfiff machte die
Ostkurve den Vereinmit zwei Spruchbändern auf die falschen Farben der Trikots
aufmerksam. Die Zeit bis zum Tor in der 18. Minute war das Support-Duell der
Berliner und Gladbacher ausgeglichen und gut. Nach dem ersten Treffer wurden
Schals und zwei Fahnen der Borussia präsentiert. Der Support bei den Gästen
flachte immer weiter ab, während die Heimkurve immer besser wurde. Die erste
Halbzeit beendete die „Alte Dame“ in Überzahl mit zwei Toren Vorsprung. Nach
dem Seitenwechsel waren die Fans der Borussia dann wirklich nur wenige Mal
aktiv. Obwohl ich die Stimmung der Herthaner letztes Jahr in Frankfurt ganz gut
fand, erwartete ich in Olympiastadion trotzdem nicht viel von denen. Zu einem
dachte ich, dass entweder die Größe des Stadions die Akustik negativ
beeinflussen werde oder es nicht leicht sei, den Support in so einer langen
Kurve zu koordinieren. Zu meiner Überraschung drehte die Ostkurve aber in der
zweiten Hälfte echt stark durch. Respekt!













