Europa League
Qualifikation 3. Runde
OSK Brestkiy
Zuschauer: 8 500 (ca 80
Gäste)
Nach dem CL-Spiel in
Borisov ging es für mich mit dem Nachtzug in den Westen, in die Stadt
Brest. Dinamo Minsk hat schon seit Ende 2012 kein eigenes Stadion
mehr, da das große Dinamo-Stadion in der Hauptstadt abgerissen
wurde. An der gleichen Stelle soll dann ein neues Stadion entstehen,
wobei die Arbeiten dort immer noch nicht laufen. So muss der Minsker
Verein ab der 3. Runde der Europapokal-Quali in eine andere Stadt
ausweichen. Brest liegt im Westen Belarus', ca 350 km von der
Hauptstadt entfernt.
Leider boykottiert die
Szene von Dinamo alle Spiele in Weißrussland auf Grund der
Repressionen, die in diesem Polizeistaat ein ganz anderes Ausmaß als
in westeuropäischen Ländern haben. Ohne Boykott wäre in Brest
trotz der Reiseentfernung einiges los, auch weil die Szene von Brest
mit Minsker Dinamo befreundet ist.
Obwohl das Spiel in einer
fremden Stadt stattfand, kamen dennoch reichlich Leute ins Stadion
und es war beinahe ausverkauft. Nur an den Randblöcken waren freie
Plätze zu sehen. Die Normalos versuchten auch ein wenig die
weißrussische Mannschaft zu unterstützen – waren da aber nicht
besonders erfolgreich. Auch die Gäste brachten keine gute
Support-Leistung, bis auf die Ausnahme der Anfangsviertelstunde.
Das Spiel musste in die
Verlängerung, da es nach 180 Minuten der beiden Spiele 1:1 stand. Am
Ende der Verlängerung, als die Zuschauer schon auf Elfmeterschießen
warteten, kam es dann doch zu der Entscheidung. In der nächsten
Runde trifft Dinamo Minsk auf FC Salzburg, gespielt wird wieder in
Brest.
Text/Fotos: Шаффи