UKFS Korona Cup OFS Teplice
Hriste Oldrichov
Zuschauer: 200
Mit der Bahn ging es von Most die 30 km in das Dorf Jenikov, genauer gesagt in die Siedlung Oldrichov.
Diese liegt im Bezirk Teplice in der Nähe der alten Bergbaustadt Duchcov. Ein echtes Kaff, wie man so schön sagen würde. Denn es hat 160 Häuser und 529 Einwohner. Es waren immerhin noch über drei Stunden bis hier der Ball rollen sollte. Mein Plan sah vor, hier gemütlich was zu essen und zu trinken, also ging, es zu dem in der Nähe des Fußballplatzes bei Google-Maps eingezeichnete Restaurace. Dieses war jedoch geschlossen. Super !
Diese liegt im Bezirk Teplice in der Nähe der alten Bergbaustadt Duchcov. Ein echtes Kaff, wie man so schön sagen würde. Denn es hat 160 Häuser und 529 Einwohner. Es waren immerhin noch über drei Stunden bis hier der Ball rollen sollte. Mein Plan sah vor, hier gemütlich was zu essen und zu trinken, also ging, es zu dem in der Nähe des Fußballplatzes bei Google-Maps eingezeichnete Restaurace. Dieses war jedoch geschlossen. Super !
Auch am Ground war das Zufahrtstor zu und keinerlei Bewegung zu sehen, auch hingen die Fußballtore noch oben und die Eckfahnen steckten nicht. Das wird doch jetzt nicht ausfallen ?
Nicht weit entfernt war ein Campingplatz, dieser liegt am ehemaligen Tagebausee Barbora, der nun zu Erholungszwecken dient. Hier gab es auch einen Imbiss. Dort fragte ich nach ob das Spiel stattfinden würde. Wussten sie wohl nicht. Ich bestellte mich ein Bernard Pivo und Bramboraky, das sind tschechische Kartoffelpuffer und checkte eventuelle Alternativen. Meine Hoffnung beruhte darin, dass noch gekickt wird und es noch zu früh ist, da der Tscheche ja eher von der gemütlichen Sorte ist. Bei uns in Deutschland wäre um die Zeit der Platz schon vorbereitet gewesen und irgendeine Menschenseele vor Ort.
Die Bramboraky schmeckten super, so dass ich mir noch eine Portion bestellte und gemütlich weiter trank.
Eine dreiviertel Stunde vor Anpfiff ging ich wieder zum Ground und siehe da, das Zufahrtstor war offen und der Platz in Schuss gebracht worden. Ein Stuhl und Tisch mit Kasse suggerierte mir, dass hier Eintritt verlangt wird. Jedoch wollte mich keiner abkassieren und ich drehte erstmal eine Runde. Auf einer Seite sind auf einem Wall ein paar Bänke über die eine Wellblechbedachung gezimmert wurde. Gegenüber wertete eine Industriehalle die Optik etwas auf. Hinter dem Tor stand neben dem Funktionsgebäude eine Holzhütte in der gezapft und gegrillt wird, davor ein kleiner Biergarten. Hier waren zwei Tschechen schon am Bier und Schnaps saufen.
Hat mir hier auf Anhieb irgendwie gefallen und das Ambiente konnte mich überzeugen !
Leider weiß ich den Bierpreis nicht mehr und ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass ich hier der einzige Hopper sein werde. Diese Hoffnung wurde mir kurz vor Anpfiff genommen, als ein Dynamo-Mob seinen Obolus beim Opa an der Kasse entrichtete.
Das Spiel war recht einseitig und das Heimteam feierte einen Kantersieg, Zuschauer waren wieder ordentlich viele vor Ort. Selbst wenn man die anwesenden Hopper abzieht immer noch mehr wie das Dorf Häuser hat. Denke auch die Tschechen sind ausgehungert und heiß auf Live-Fußball ! Oder doch nur auf Pivo und Klobasa ???
Diese war eher durchschnittlich, nichts Besonderes, aber habe auch schon schlechtere gegessen. Unfreiwillig in den Mittelpunkt geriet ich, in der zweiten Halbzeit. Ich lehnte lässig am Stankett und hatte mein Bier vor mir stehen, als der Ball voll im Bier einschlug und es in alle Himmelsrichtung spritzte…
Nach Abpfiff ging es gemütlich zu dem gottverlassenen Bahnhof, wundert mich das hier überhaupt Züge halten. Das Abendziel war Prag, wo ich nach etwas Problemen mit den gesendeten Türcodes und angegebenen Zimmernummern, endlich im Hotel eincheckte.
Leider schlossen alle in der Umgebung befindlichen Restaurants um 22 Uhr und auf größere Fußmärsche hatte ich auch keine Lust mehr, so dass ich noch einen Burger in einer Fastfood-Kette verspeiste und mich schlafen legte.
Text/Fotos: Pressi