Amateurmeisterschaft der Ukraine
SK Nyva
Zuschauer: 2000 (24 Gäste)
Als letztes Spiel der Tour war das Podillya-Derby zwischen Vinnytsia
und Khmelnytsky geplant. Beide Städte haben seit einigen Jahren keinen
Profifußball mehr und deswegen gab es schon länger kein Duell zwischen
ihnen. In diesem Jahr haben sich beide wieder vorgenommen in die
Profiliga einzusteigen. Dazu ist die Teilnahme an der ukraineweiten
Amateurmeisterschaft notwendig. Diese Meisterschaft wird ab April bis
Juli jedes Jahr ausgetragen und soll als Vorbereitung zur Profiliga
dienen.
Beide Vereine haben auch schon diese Woche die Lizenz für
die dritte ukrainische Liga bekommen und werden somit kommende Saison
dort wieder aufeinandertreffen.
Das Stadion, wo dieses Spiel
stattfand und auch die Heimspiele in der dritten Liga gespielt werden
sollen, ist sehr grausam. Der Kunstrasen rundet die Hässlichkeit noch
ab. Wir waren uns da alle einig, dass es wohl das schlechteste Stadion
der Ukraine sein dürfte. Dabei gibt es in der Stadt doch ein geiles
Zentralstadion, welches noch in der Sowjetzeit erbaut wurde und ein
Fassungsvermögen von 24.000 aufweist. Dieses wird vom Rivalen FK
Vinnytsia genutzt und dient Nyva nur als Reserve-Stadion für die
kommende Saison. Wegen des Friedensabkommens aller Fanszenen war es kein
heißes Duell auf den Rängen. Beide Szenen waren lediglich mit der
Unterstützung des eigenen Teams beschäftigt. Der Heimblock war für seine
Verhältnisse sehr gut gefüllt, dabei war auch eine große sportliche
Fraktion vertreten. Trotz der Unterklassigkeit haben die Jungs zuletzt
eine konkurrenzfähige Ackertruppe aufgebaut.
Insgesamt muss ich
dennoch sagen, dass ich mir trotz des durchgängigen Supportes und hoher
Mitmachquote doch mehr von diesem Spiel erhofft habe. Optisch kam von
beiden Seiten nicht viel und dazu war der Gästeanhang doch ziemlich
schwach angereist.
Nach dem Spiel trennten wir uns vom Ostap,
welcher mit blablacar nach Kiew heimfuhr. Ich und Yuri liefen noch
zusammen zum Bahnhof, wo ich dann den Zug in den Süden nahm und er nach
Dnipro reiste.
Text/Fotos: Шаффи










