Oberliga Süd
Eisstadion Selb
Zuschauer: 2374 (ca. 150 Gäste)
Nachdem ich es leider am Montag nicht nach Landshut zum Spiel gegen
Weiden geschafft habe, ging es für mich am Mittwoch zu deren
Auswärtsspiel nach Selb.
In der Porzellanstadt angekommen staunte
ich nicht schlecht was in dieser Kleinstadt für ein Tempel steht. Fast
4000 Zuschauer fasst das Selber Eisstadion und hatte ich in dieser
Größenordnung nicht erwartet. Die langen Schlangen an der Kasse ließen
schon eine gute Kulisse erwarten, die fast 2400 Zuschauer übertrafen
dann aber doch meine Erwartungen um einiges. Wo allerdings die übrigen
1600 Zuschauer noch Platz finden sollen ist für mich schon fraglich,
schließlich ging es auf den Stehrängen bereits ganz schön eng zu,
lediglich auf der Hintertortribüne war noch etwas Platz.
Stimmungstechnisch fand ich den Heimanhang ganz gut, oftmals stimmte
auch das komplette Stadion mit ein und dann war das schon eine
unerwartet laute Atmosphäre, auch die ein oder andere kurze Pause oder
etwas leisere Phase gab es. Ich würde den Selber Anhang eher als
oldschool oder kuttig bezeichnen, ein paar einfache Lieder die dafür
mehr Leute mitsingen und bis auf 1 – 2 Fahnen war optisch kaum etwas
geboten. Die einzigen wo ich vielleicht als etwas ultraorientiert
beschreiben würde waren die Jungs hinter der ‘‘Grenz Bande‘‘-Zaunfahne,
aber auch die sind noch ein gutes Stück davon entfernt.
Aus Landshut
reisten etwa 150 Gäste an, wovon etwa 40 - 50 Jungs und Mädels sich
durchgängig darum bemühten Stimmung zu machen. Das Liedgut war sehr
melodisch angehaucht, haute mich jetzt aber nicht unbdingt vom Hocker.
Ich will jetzt nicht sagen, dass sie schlecht waren, aber irgendwie
hatte ich mir etwas mehr erwartet. Auch aus Landshut hörte ich schon,
dass sie nicht ganz zufrieden waren mit ihrem Auftritt. Deshalb steht
für mich fest, dass ich mich auch irgendwann in Landshut blicken lasse
und sie mich davon überzeugen können, dass sie mehr drauf haben.
Ansonsten fand ich sehr positiv, dass die Show um das Spiel drumherum
relativ klein gehalten wurde, habe ich schon ganz anders beim Eishockey
erlebt. Auch der Stadionsprecher war nicht zu aufdringlich und animierte
ständig zum Anfeuern. Sehr lobenswert!
Auch der Gang an die
Fressbude blieb nicht aus, ein trinkbares Bier gibt es für 2,60 und ein
Pärchen Käsekrainer für 2,10. Bekommt beides eine solide 3, nicht
schlecht aber halt auch nicht der absolute Kracher.
Hockey hat wieder einmal Spaß gemacht und bevor es Ende Januar wieder zum Fußball geht, folgen noch 1 – 2 Spiele.
Fotos/Text: Harry






