3. Bundesliga
Stadion auf der Waldau
8.000 Zuschauer (ca. 1.700 Gäste)
Für die Anreise in die Spätzlemetropole wählte ich den Zug. Schon da
nervten mich die Lederhosenträger, die sich auf den Weg zum Stuttgarter
Frühlingsfest machten. Bevor es mit der U-Bahn Richtung Degernloch ging,
schaute ich mir noch etwas die Baustelle von Stuttgart 21 an.
Seit
meinem letzten Besuch vor knapp 2 Jahren ist im Stadion ein bisschen
was passiert, eine neue Haupttribüne wurde errichtet und ich meine auch
der Platz außerhalb des Stadions hinter der Tribüne G wurde neu gemacht.
Bereits seit 1905 tragen die Kickers ihre Heimspiele auf der Waldau
aus, was dies zum ältesten Spielort Deutschlands macht.
Zum Intro
zeigten der B-Block Stuttgart ein Fahnenmeer, schlicht, aber schön
anzuschauen. Am Support beteiligten sich ca. um die 100 Mann mit einigen
Aufs und Abs, was mir wesentlich mehr vorkam als bei meinem letzten
Besuch. Insgesamt fand ich den Auftritt der Hausherren für ihre
Verhältnisse ganz ordentlich, evtl. auch bedingt durch die vor diesem
Spiel noch bestehenden Aufstiegschancen.
Im Gästeblock gab es zu
Beginn keine optischen Akzente, sondern überzeugte durch seine
Lautstärke. Die 1. Halbzeit gab es nichts zu meckern, auch wenn ich
weiß, dass die Sachsen mehr können. Aber dadurch, dass die Gäste auf
Gegengerade und Hintertortribüne zersplittet werden lässt sich die
Stimmung auch nur schwer koordinieren. Wenn die Hintertortribüne mit
einstimmte war es jedenfalls ordentlich laut. Zu Beginn der 2. Halbzeit
gab es ein Spruchband im Gästeblock, kurz danach gab es eine Schlägerei
innerhalb des Gästeblocks, welche sich schnell nach draußen verlagerte
und für mich nicht mehr ersichtlich war was da überhaupt passiert ist.
Stimmungstechnisch gab dieses Ereignis aber wohl einen Dämpfer,
zumindest empfand ich die Gäste nicht mehr als so lautstark wie in
Halbzeit 1.
Momentan habe ich wirklich ein glückliches Händchen mit
den Spielen. 7 Tore, ein Platzverweis und ein wirklich spannendes Spiel
mit ständigem Hin und Her hatte ich hier erwischt. Mit einem
glücklichen Ende für Dynamo, die nach einer gefühlten Ewigkeit wieder
einen Sieg feiern konnten. Die Kickers hingegen dürften sich nach dieser
Niederlage aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben.
Am Bahnhof
gab es dann noch eine kurze Boxerei zwischen ein paar Dynamos und
einigen besoffenen Lederhosenbabos, die schnell einsehen mussten, dass
sie hier den Kürzeren ziehen und schneller stiften gingen als das Ganze
begann.
Text/Fotos: Harry






