Super League
Stadion Wankdorf
Zuschauer: 23.868 (Gäste: ca. 220)
Als letztes Spiel in der Schweiz ging es für mich zum Berner Derby.
Aufgrund dessen, dass in der Schweiz der Geldbeutel schneller leer ist
als ich schauen kann, haben wir uns die Karten für den Familiensektor
bereits 3 Tage zuvor gesichert. Hier war dann auch das reinste
Kinderfest im Gange und die Hölle los – kein Wunder, denn zum Derby gab
es einen „Familientag“. Da würde in Deutschland bei so einem Spiel wohl
kein Mensch drauf kommen so etwas zu veranstalten.
Das neue Stadion
Wankdorf schaut aus wie geleckt, mit Einkaufszentrum und sonstigem Pi Pa
Po hat es für mich von außen keinerlei Charme, wenn hier nix los ist
merkt glaube ich niemand, dass er vor einem Stadion steht. Von innen
sieht die Welt zum Glück schon wieder etwas anders aus. Zwar auch nichts
Atemberaubendes, aber da hab ich bei weitem schon Schlimmeres gesehen.
Die Ostkurve Bern startete mit Doppelhaltern und einer guten Prise
schwarz-gelbem Rauch in die Partie, fand ich ganz cool.
Stimmungstechnisch hatten sie einige Höhen und Tiefen, irgendwie
plätscherte die Stimmung nur so vor sich hin, wirklich mitreißen konnten
sie mich leider nicht. Wenn der Unterrang komplett mitzog sah ich aber
welches Potenzial die Hauptstädter haben und nicht umsonst zu den besten
in der Schweiz zählen. Vielleicht bin ich nach dem Basel – Zürich-Spiel
letzte Woche auch einfach mit zu hoher Erwartung angereist bzw. war ich
noch zu verwöhnt.
Die knapp 35 Kilometer von Thun nach Bern
schafften nur ca. 220 Gäste, da hatte ich mir schon ein klein wenig mehr
erhofft, vor allem weil sich die Thuner auf Europapokalkurs befinden.
Zu Spielbeginn gab es ein paar Schwenkfahnen, eine Schalparade und ein
Spruchband welches auf eine mögliche Teilnahme der Europaleague
anspielte. Auch Bewegung war im Block zu sehen, ab und an hab ich sie
auch vernommen, aber mehr auch nicht. Ich muss fairerweise aber sagen,
dass ich einen schlechten Blickwinkel auf die Gäste hatte und es mir so
schwer fällt sie wirklich objektiv zu beurteilen.
Auch die örtliche
Gastronomie wurde angetestet, die Kalbswurst und auch das Bier bekommen
von mir eine solide 3 und kann ich ohne groß zu überlegen
weiterempfehlen. Krass dagegen war das Eis meiner Begleitung, dieses
schmeckte und roch ernsthaft nach Knoblauch! Wer in Bern unbedingt ein
Eis im Stadion braucht, holt es euch nicht am Döner/Dürümstand in der
Westkurve.
Insgesamt sehe ich den Ausflug in die Schweiz ganz
positiv, 3 Spiele, 4mal Pyro und zum Teil Hammerstimmung gewesen. Nach
der Sommerpause werde ich sicher wieder den Weg in die Alpen.
Text/Fotos: Harry







