2. Bundesliga
Fritz-Walter-Stadion
Zuschauer: 35.830 (ca. 5.500 Gäste)
Für Umme - denn ab Würzburg gilt die Eintrittskarte als Fahrkarte -
ging es mit der Bimmelbahn in die Pfalz, zwar echt eine üble Tour aber
wenn es nix kostet darf ich auch nicht meckern.
Das
Fritz-Walter-Stadion (eine echte Wohltat neben den ganzen XYZ-Arenen im
Profifussball) liegt gut 5 Fußminuten bergauf vom HBF entfernt. Als
Autofahrer gibt es zwar Probleme einen Parkplatz zu finden, aber sehr
coole Lage wie ich finde. Das Stadion wurde zwar 2002 für die WM 2006
renoviert, dennoch versprühen die mächtigen Tribünen einen gewissen
Charme auf denen ich mich wohl fühlen kann.
Die Westkurve startete
mit einer Schalparade und Schwenkfahnen ins Spiel, was ein schönes
geschlossenes Bild abgab. Die ersten 10 Minuten waren die Pfälzer auch
sehr lautstark, ließen dann allerdings leider nach. Meist waren jetzt
nur noch die Ultras plus Umfeld am supporten. Nur bei einfacherem
Liedgut stimmte die restliche Kurve mit ein. Schade, bei dieser
schnellen Führung hatte ich mir etwas mehr versprochen. Die letzten 20
Minuten wachte das restliche Publikum zum Glück wieder auf und es wurde
ab und an richtig schön laut. Dürfte nicht der beste Auftritt der
Lauterer gewesen sein, habe ich sie auswärts schon wesentlich besser
erlebt.
Im Gästeblock hatten die Nürnberger eine kleine Choreo
vorbereitet. Unter dem Motto ''FUSSBALLROCKER - BORN TO BE WILD''
zeigten die Franken das UN-Männchen auf einem Chopper, im unteren Teil
des Blocks schwarze und oben rote Fahnen, abgerundet wurde das Ganze von
einer ordentlichen Prise Rauch. Nach knapp 15 Minuten wurden erneut
Fahnen zum Abdecken hochgezogen und ca. 9 - 10 Bengalos abgefackelt. Gab
ein cooles Bild ab! Trotz frühem Rückstand fand ich den Auftritt der
Franken recht gelungen. Meist war die untere Hälfte des Stehplatzes am
supporten und machte ordentlich mit. Ohne das jetzt genau zu wissen,
behaupte ich, dass es schwer ist, den Support in diesem Schlauch zu
koordinieren.
Auf dem Feld zeigten die Hausherren weshalb sie in
der Tabelle auf einem Relegationsplatz stehen. Wirklich eine Chance
hatten die Nürnberger nicht, wenn das Spiel 3:1 oder 4:1 ausgegangen
wäre hätte sich auch keiner beschweren dürfen. Viel zu harmlos agierten
die Franken nach vorne.
Nach dem Spiel ging es zurück zum Bahnhof,
kurz mit Proviant eingedeckt und dann gurkten wir auch schon mit der
S-Bahn Richtung Heimat.
Fotos/Text: Harry








