Stadion Naftovyk
Zuschauer: 150
Im letzten ausführlichen Bericht vom Spiel
Rukh Vynnyky – Podilya Khmelnytsky ließ ich unerwähnt, dass ich auch bei der
ukrainischen Seite von Groundhopping.in.ua aktiv bin, deswegen möchte ich jetzt
einen kurzen Exkurs geben: Zusammen mit den Jungs und Mädels haben wir das
erste ukrainische Heft über Hopping namens „Копанкомандри“ (Kopankomandry)
rausgebracht. Dieses Heft erschien pünktlich zur unserer Tour und wurde uns am
Samstagabend in Ivano-Frankivsk vom "Chefredakteur" Ostap
präsentiert. Im Gegensatz zu Deutschland steckt Groundhopping in der Ukraine
noch wirklich in den Kinderschuhen. Die Szene ist so übersichtlich, dass sich
jeder gegenseitig kennt. Dementsprechend ist es für mich sehr interessant
dieses „Projekt“ mitaufzubauen sowie neue Begeisterte für das Heft und
Groundhopping allgemein zu werben.
Zurück zur unserer Tour! Ivano-Frankivsk,
wo wir von Samstag auf Sonntag übernachteten, liegt in etwa 140 km von Lviv
entfernt und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast. Seit 2016 gibt es
dort wieder einen professionellen Club in der dritten Liga. Das 15000er Stadion
Rukh, wo die städtische Mannschaft Prykarpattya ihre Spiele austrägt, ist eine
wahre Perle und zum Kreuzen empfehlenswert. Ursprünglich war ein Spiel dieses
Vereins bei unserer Tour geplant, aber leider wurde das Spiel auf den Freitag
terminiert. Für uns war Ivano-Frankivsk also nur zu einer Zwischenstation
geworden! Am Morgen ging es lediglich zum Stadion Hirka, welches für die Spiele
der Oblast-Liga genutzt wird, und anschließend für ein paar Stunden in die
Brauerei „Jager“. Am frühen Nachmittag machten wir uns dann weiter auf den Weg
Richtung Karpaten in die Kleinstadt Nadvirna. Das Spiel der Oblast-Liga war
unser Ziel dort.Der heutige Gastgeber kommt aus einem
Vorort, trägt aber seine Spiele hier in der Rayonhauptstadt Nadvirna aus. Das
Stadion teilt sich der FK Bytkiv mit dem eigentlichen Stadtverein von Nadvirna
- Beskyd, welcher auch in der gleichen Oblast-Liga vorzufinden ist. Auf den
Rängen versammelten sich lediglich um die 120 Leute, aber gut, es spielten ja
heute auch nicht die eigentlichen Hausherren drin. Mit dem Ground an sich war
unsere Reisegruppe voll und ganz zufrieden. Vor allem begeisterten uns die
beiden Banden in der einen Kurve bzw. Haupttribüne mit den Sprüchen
„Willkommen, Teilnehmer der Veranstaltung!“ sowie „Hoch die Fahne des
ukrainischen Sportes!“. So was kann man aber auch immer seltener in den
ehemaligen sozialistischen Ländern antreffen. Auf dem Platz gab ein wahres
Torfestival: Die Heimmannschaft, die sich ständig in der gegnerischen Hälfte
befand, konnte ganze 6 Buden erzielen, während die Gäste erst zum Ende des
Spiels ihre beiden Toren machten und somit ihr Debakel etwas minderten.Da am nächsten Tag der Aufstieg auf den höchsten Berg der Ukraine – Hoverla geplant war, fuhren wir nach dem Spiel mit der Marschrutka tiefer in die Karpaten. In einem doppelstöckigen Holzhaus im Dorf Mykulychyn wurde übernachtet, bis es dann am nächsten Tag ins Gebirge ging.
Text/Fotos: Шаффи
zum nächsten Spiel dieser Tour














