Premier Liga Ukraine
KSK Nika
Zuschauer: 1500 (36 Gäste)
Schon von vornherein wusste ich, dass meine Ankunft in Oleksandria
lediglich 20 Minuten vor dem Spielbeginn sein wird. Mein Zug verspätete
sich noch um weitere 10 Minuten und so musste ich auf jeden Fall auf ein
Taxi zurückgreifen. Für 25 Hrivna (ca. 1 Euro) brachte mich das Taxi
zum Stadion Nika, welches 3 km vom Bahnhof entfernt ist.
Die Stadt
Oleksandria ist mit 80 000 Einwohnern ziemlich klein. Jedoch entstand
hier zuletzt ohne großes Geld eine recht gute Erstligamannschaft.
In
diesem Jahr durfte sie sogar in der Europa League antreten. Drei Tage
vor meinem Spiel war Hajduk Split zu Gast, welcher die Ukrainer klar mit
0:3 besiegte. Zufälligerweise trat der heutige Gegner von FK
Oleksandria, Vorskla Poltava, auch drei Tage davor gegen einen
kroatischen Verein (Lokomotiva Zagreb) in der Europa League an.
Ich
kaufte mir für 30 Hrivna eine Karte für die Haupttribüne und betrat kurz
nach dem Anpfiff den Ground. Nachdem während der Woche beim Spiel gegen
Hajduk das Stadion ausverkauft war, kamen heute lediglich 1500
Zuschauer ins Stadion. Für den Verein ist es schon ein richtiger Flop,
da der Zuschauerschnitt letzte Saison bei 4000 lag. Trotz der schwachen
Besucherzahl war auf dem Platz aber echt was geboten.
In der
Halbzeitpause schaute ich am Verpflegungsstand vorbei und wurde positiv
überrascht… hier gab es Schaschlik im Stadion! In Deutschland,
Tschechien, Polen gibt es immer Würste, Steaks etc. im Stadion. In der
Ukraine ist dies leider eher unüblich: Sonnenblumenkerne und das war es
auch schon. Zum Schaschlik gab es noch leckere Soße und Zwiebeln.
Klasse!
Sowohl der Heim- als auch der Gästeblock waren heute etwa
mit 40 Leuten besetzt. Auf beiden Seiten gab es gute Zaunbeflaggung, die
Heimfans nutzten noch ab und zu ihre zwei großen Schwenker.
Supportmäßig waren die beiden Szenen etwa gleich stark, wobei im
Heimblock aufgrund der Führung ihrer Mannschaft mehr Bewegung zu sehen
war.
Nach dem Spiel hatte ich über 3 Stunden bis zu meinem Zug nach
Odessa, sodass ich in einem Restaurant an einem Krug Kwas und
WLAN-Hotspot verweilte.
Text/Fotos: Шаффи
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