Regionalliga West
Stadion Rote Erde
1281 Zuschauer (ca. 50 Gäste)
Heute stand endlich mal ein Spiel in der legendären Roten Erde an, war zwar schon zweimal da, aber nur zum spotten.
Mit dem ICE und Fulda-Holgi ging es nach Dortmund. Momentan haut die
Bahn ja Sparpreise raus, sodass man recht günstig auch ohne BahnCard
durch Deutschland reisen kann.
Für mich ist die Bahn immer noch das
bevorzugte Reisemittel. Man hat Platz, kann was trinken, Leute
beobachten/kennenlernen, man hat keinen Stau und es ist auch
nervenschonender als das Auto.
In Dortmund kam man zeitgleich mit
einem älteren Krayer-Mob am Stadion an. Da man die selbe Kneipe zum
Vorglühen aussuchte, kam man mit denen beim Rauchen ins Gespräch.
Die meisten des Essener Stadteilvereins unterstützen auch den RWE und
wenns der Spielplan zulässt halt seinen Stadteilverein. Manche gehören
auch zur Hooligan-Szene.
Richtig stabile Truppe und mit vielen Ruhrpott-Originalen. Absoluter Top-Haufen !
Die typisch deutsche Kampfbahn Rote Erde grenzt unmittelbar an die Osttribüne des mächtigen Westfalenstadions.
Eine mit Sitzbänken ausgestattete überdachte Hauptribüne wurde von
unüberdachten Stehrängen eingeschlossen. Dazu kam noch das Marathontor
in der Südkurve und der Musikpavillion auf der Gegengeraden. Als sie
1926 eröffnet wurde, dachte niemand daran das die "Rote Erde" und der
BVB einmal Synonyme werden würden.
Borussia Dortmund zog erst 1937
ein , als der Traditionsplatz "Weiße Wiese" einem Bauprogramm zum Opfer
fiel. Der Umzug fiel mit dem Aufstieg in die Gauliga und der Entwicklung
des BVB´s vom Stadtteil- zum städtischen Repräsentationsvereins
zusammen.
Selbst Schalke 04 trug zwischen 1929 und 1936 fünfmal Endrundenspiele zur Deutschen Meisterschaft dort aus.
Die letzte Renovierung fand 2008 statt und es steht auf der Denkmalliste der Stadt Dortmund.
Absolut schönes Stadion, mit vielen Stehplätzen und ganz eigener Atmosphäre. Gefällt mir !
Da die Erste des BVBs erst morgen spielte,waren auch die "Ultras von
die Amateure" hinter einer "Amateure" und "Sektion Stadionverbot"-Fahne
auf der Haupttribüne anwesend und brachten mit ihrem Dauersupport die
richtige Würze in dieses Spiel. War absolut hörenswert und melodiös,
dazu immer ein paar Fahnen im Einsatz.
Die ca. 50 Krayer mit 3
Trommeln und ner Fahne hatten diesen natürlich wenig entgegenzusetzen
und ausser gelegentlichen Support kam nix Grosses bei uns an. Aber war
auf jeden Fall besser als erwartet.
Ich mag ja solche kleinen
Szenen, während meine zwei Kollegen sich nie so ein Spiel ansehen
würden, will ich soviele Mannschaften wie möglich sehen, manchmal wird
man ja auch positiv überrascht.
Uns hingegen zog es nach dem Spiel
nochmal in die Kneipe zum Bundesliga schauen. Nachdem man ordentlich
gezecht hatte, wollte man gegen Abend endlich in die Düsseldorfer
Altstadt aufbrechen. War man ja schon lang nicht mehr....
Doch aufgrund unseres hohen Alkoholpegels, schliefen wir in der S-Bahn ein und erwachten...kurz vor Aachen...
Shit happens !
Natürlich fuhr kein Zug mehr zurück und man suchte sich die einzige
offene Kneipe in Aachen. Sehr dubioses Publikum und günstige Preise
liessen die Zeit auch wie im Flug vergehen und man hatte trotz seines
Faux-pas noch ordentlich Spass. Mit dem ersten Zug gings dann zurück
nach Leverkusen, wo am nachmittag das Spiel des HSV anstand.
Um 7
Uhr checkten wir ein, was dem Hotel-Mokel grosse Verwunderung entlockte.
So machte man sich erstmals über das Frühstücks-Buffet her, bevor es
wenigstens für ein paar Stunden ins Reich der Träume ging.
Text/Fotos: +++Pressi+++









