DEL 2
Eisstadion Kaufbeuren
Zuschauer: 1300 (ca. 150 Gäste)
Bei einem kurzen Wochenendtrip ins Allgäu nutzte ich die Möglichkeit
mir ein Spiel des ESVK anzuschauen. Das bereits in die Jahre gekommene
Stadion hat schon bessere Zeiten erlebt. Gesperrte Tribünenteile und
eine dadurch reduzierte Zuschauerkapazität sprechen Bände. Mittlerweile
ist auch schon ein Neubau geplant und leider auch notwendig um weiterhin
im Profisport bestehen zu können, schade, ich mag ja so alte, gammlige
Stadien. Hoffentlich rücken mit dem Umzug in den neuen Tempel nicht nur
Show und Kommerz in den Vordergrund. Keine Klatschpappen, brüllend laute
Musik oder nerviges Gebrabbel vom Stadionsprecher. Einfach Eishockey
wie er sein soll, ich schau jedenfalls im neuen Stadion nochmal vorbei.
Der Anhang des ESVK startete mit einigen Schwenkern in die Partie, sah
schon ganz gut aus. Bis zum 0:1 war der Support auch ganz ordentlich,
ebbte dann aber langsam ab. Spätestens Anfang des 2. Drittels war es
dann endgültig vorbei. Bietigheim zerlegte Kaufbeuren innerhalb von 3
Minuten und die Gäste zeigten, dass sie für die Hausherren mindestens 2
Nummern zu groß sind. Das erste Drittel lässt erahnen, dass die Stimmung
normalerweise ganz gut ist, aber wer will es den Jungs verdenken bei
einer solchen Niederlagenserie und dann wirst du zu Hause schon wieder
vorgeführt.
Der Gästeblock dagegen hatte einen richtigen
Sahneauftritt abgeliefert, mit vielen kleinen Fahnen eröffneten sie das
Spiel. Auch sonst gingen sie richtig gut ab und feierten die
Galavorstellung und Eroberung der Tabellenführung ihres Teams.
Irgendwann schaue ich mir auch ein Heimspiel in Bietigheim an, hat schon
Spaß gemacht den Jungs zuzuhören. Leider gibt es keine wirklich guten
Bilder vom Gästeblock, denn entweder reflektierte die Plexiglasscheibe
oder das Netz bzw. Werbetafeln hingen im Weg.
Heute hatte ich
übrigens mein erstes Mal im VIP-Bereich, über einen Freund konnte ich
relativ kostengünstig upgraden. Schon nicht übel, aber regelmäßig brauch
ich das nicht. Da reichen mir eine Bratwurst und Bier.
Text/Fotos: Harry





