Serie B
Stadio Euganeo
Zuschauer: ca. 3.000 (ca. 70 Gäste)
Irgendwo im Nirgendwo, kurz nach der Autobahnausfahrt Padua West, einige Kilometer von der Stadt Padua entfernt, steht das Stadio Euganeo, in dem Padova Calcio seine Spiele austrägt. Mit Glück führt einen das Navi da hin, manche Routenplaner sehen das Stadion an einem ganz anderen Ort, noch weiter entfernt von der Stadt, hier war also ein wenig Recherche nötig. Um 15 Uhr sollte das Spiel beginnne, laut Homepage sollte es ab 13 Uhr Tickets zu kaufen geben. Doch um 13 Uhr stehen nur ein paar Parkplatz-Kassierer rum, sonst hat man eher das Gefühl als ob gleich Heuballen über die Straßen rund um die Einöde des Stadions wehen. Um 13.30 Uhr gab es dann endlich die Karten, also ab zum Eingang. Da standen jedoch gelangweilte Carabinieri und Kartenkontrolleure in der prallen Sonne und taten nichts. Um 14 Uhr gingen die Tore auf und sehr langsam füllten sich die Ränge.
Die Tribüne und die Gegengerade des
Stadions, in dem 1994 die ersten Spiele stattfanden, sind überdacht. Die
beiden Ränge hinter den Toren, die erst 1998 gebaut wurden, bestehen
aus Betonstufen und in Betonblöcke abgeteilte Eingänge - schön ist
anders. Bis zum Anpfiff waren im Gästeblock nur 2 Anhänger von Delfino
Pescara zu sehen, erst 10 Minuten später rückte der Rest mit Fahnen und
Bannern an. Die ca. 350 Tifosi von Padua schwenkten zwar auch einige
wenige Fahnen, blieben anfangs allerdings ziemlich ruhig. Auf Zaunfahnen
und weiter optische Stilelemente wurde verzichtet. Die Enttäuschung
über ihre Mannschaft, die kurz vor dem Abstieg aus der Serie B steht,
ist scheinbar groß. So groß, dass sie die Mannschaft sogar bei ihren
ersten Angriffsversuchen aufs gegnerische Tor auspfiffen. Die erste
halbe Stunde war tatsächlich ein Trauerspiel, das Team stolperte über
seine eigenen Füße, Pässe gingen ins Leere, Torschüsse gab es kaum. Die
erste echte Gelegenheit ergab sich in der 35. Minute, der Spieler stand
ganz allein vor dem Tor von Pescara und konnte es wohl selber nicht
glauben, doch im letzten Moment erinnerte er sich daran was er zu tun
hatte und erzielte das 1:0. Nun verbesserte sich die Laune bei den
Heimfans deutlich, aus dem Gästeblock flog der erste Böller. Padua
spielte nun deutlich sicherer und auch Pescara zeigte eine ansehnliche
Leistung. In Halbzeit eins passierte jedoch nichts mehr, erst in der 61.
Minute erzielte Padua das 2:0. Pescara konnte bereits zwei Minuten
später auf 2:1 verkürzen, doch das war dann auch das Endergebnis. Stadio Euganeo
Zuschauer: ca. 3.000 (ca. 70 Gäste)
Irgendwo im Nirgendwo, kurz nach der Autobahnausfahrt Padua West, einige Kilometer von der Stadt Padua entfernt, steht das Stadio Euganeo, in dem Padova Calcio seine Spiele austrägt. Mit Glück führt einen das Navi da hin, manche Routenplaner sehen das Stadion an einem ganz anderen Ort, noch weiter entfernt von der Stadt, hier war also ein wenig Recherche nötig. Um 15 Uhr sollte das Spiel beginnne, laut Homepage sollte es ab 13 Uhr Tickets zu kaufen geben. Doch um 13 Uhr stehen nur ein paar Parkplatz-Kassierer rum, sonst hat man eher das Gefühl als ob gleich Heuballen über die Straßen rund um die Einöde des Stadions wehen. Um 13.30 Uhr gab es dann endlich die Karten, also ab zum Eingang. Da standen jedoch gelangweilte Carabinieri und Kartenkontrolleure in der prallen Sonne und taten nichts. Um 14 Uhr gingen die Tore auf und sehr langsam füllten sich die Ränge.
Alles in allem waren Spiel und Stimmung so lasch und trocken wie die Salamibrötchen, die als einzige Verpflegung angeboten wurden. Hätte man sich getrost sparen können.
Text/Fotos: Harry




