3. Liga
Kurt-Wabbel-Stadion
Zuschauer: 11.058 (ca 1.100 Gäste)
Am Samstag sollte es zum Spiel Chemie Halle – Hansa Rostock gehen.
Durch die Facebook Gruppe „Groundhopping Bayern“ wurde eine
Mitfahrgelegenheit aus Kronach gefunden. So reiste man mit dem
Bayern-Ticket nach Kronach, um sich der Autobesatzung auf die Fahrt in
den Osten anzuschließen.
Für das Spiel hatte der Verein nur
Kombitickets abgesetzt. Das heißt die Karten waren für zwei Spiele
(gegen Hansa und Stuttgarter Kickers) gültig, dadurch auch um 80% teurer
oder 20% günstiger – wie man es sehen möchte!
Einerseits bewerte
ich es als eine richtige Maßnahme, um Eventfans abzuhalten bzw.
abzukassieren. So müssen die Eventis mehr zahlen und kommen vielleicht
auch zu dem zweiten Spiel. Andererseits ist so ein Kombiverkauf für
solch einen wie uns, die nur einmal kommen, schon sehr bescheiden. Das
Stadion war heute übrigens nicht restlos ausverkauft, jedoch sehr gut
gefüllt. Aber nun alles der Reihe nach...
Bei der Ankunft in Halle
sah man den Hansa-Mob zum Stadion marschieren. Es sah alles nach einem
recht friedlichen und ruhigen Marsch aus. Danach ging es ins Stadion
rein. Dieses wurde an Stelle des alten Kurt-Wabbel-Stadions errichtet.
Vom Aussehen nichts Besonderes, jedoch ist dieser moderner Kasten nicht
übermäßig groß und hat dadurch innen eine angenehme Atmosphäre. Die
Stimmung von beiden Seiten war heute auf einem hohen Niveau. Vor allem
in den Anfangsminuten hatte ich das Gefühl, dass ich mich hier nicht in
Deutschland befinde! Hohe Mitmachquote und sehr laut ohne Lalala-Gedöns.
Die Gäste zeigten am Anfang eine Pyroshow mit viel Rauch, Blinkern und
ein paar Böllern. Sehenswert! Die Support-Leistung der Heimfans ließ
während der ersten Halbzeit immer weiter nach, was wohl auch an dem
Ergebnis lag. Die Rostocker waren aber weiterhin klasse und zwar nicht
nur weil jeder von unten bis oben mitgemacht hat, sondern auch auf Grund
der Kreativität.
In der zweiten Halbzeit, nach dem Anschlusstor
von Halle, drehte sich das Bild und nun war nur noch der Heimblock zu
hören. Danach folgten weitere zwei Tore von der Heimmannschaft und die
Hallenser drehten völlig am Rad. Geil!(„Seht ihr Hansa so wird das
gemacht“, wurde vom Heimblock angestimmt) Doch in der zweiten Minuten
der Nachspielzeit schießt Hansa das Ausgleichstor und der Gästeblock
ließ noch einmal von sich hören und konterte mit der Schadenfreude
(„Seht ihr Halle so wird das gemacht“) Doch dieser Zustand dauerte nicht
wirklich lange, da Halle mit dem 4:3 in der letzten Sekunde den Spieß
wieder drehte. Und was die Heimfans nun anstimmten, dürfte jedem klar
sein. Sehr gutes Spiel mit einer lustigen Schlussviertelstunde, einzig
eine gute Choreo vermisste ich auf der Heimseite.
Fotos/Text: Шаффи