1. Bundesliga
Frankenstadion
Zuschauer: 40.079 (ca. 5000 Gäste)
Sonntags stand das Duell der beiden Abstiegsanwärter Nürnberg und
Frankfurt auf dem Plan. Mit dem Auto fuhr ich bis Forchheim um dort in
die S-Bahn zu steigen. Als ich am Bahnsteig ankam fuhr ein beinahe
unbesetzter Sonderzug aus FFM vorbei, Frankfurt fährt halt lieber auf
eigene Faust!
Um ca. 14 Uhr traf ich am Stadion ein, kehrte in einen
Biergarten hinter der Nordkurve ein und vertrieb mir die Zeit bis zum
Anpfiff.
Etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff betrat ich den Block und
ließ mich auf der Gegengerade auf Höhe der Mittellinie nieder. Die
Nürnberger Nordkurve stimmte sich schon auf das Spiel ein während der
Gästeblock zwar bereits gut gefüllt war, aber schwieg.
Die
Nürnberger eröffneten das Spiel mit einem Fahnenmeer (Block 7, 9 und 11)
und Schalparade über das komplette Stadion. Bei den Gästen war es ein
spärlicher Anblick, denen wurde wohl sämtliches Material verboten. Auch
die Zaunbeflaggung am Gästeblock wirkte sehr karg.
Beide Seiten
fingen mit lautstarkem Support an, wobei ich beide Seiten schon besser
erlebt habe. Nach etwa 20 Minuten gingen die Frankfurter in Führung und
so hörte man neben dem Torjubel auch einen Böller.
Der Nürnberger
Anhang in kurzer Schockstarre, aber sie fingen sich nach wenigen Minuten
wieder. Der Gästeblock jubelte, aber die Führung beflügelte die Adler
nicht gerade und so flachte die Stimmung recht schnell wieder etwas ab.
Nur 8 Minuten nach Wiederanpfiff war das Spiel eigentlich entschieden
und die Frankfurter führten mit 3:0. Der Nürnberger Anhang jetzt am
Boden, doch er fing sich erneut und peitschte das Team weiter nach
vorne. Im Gästeblock brannte die Luft, so erblickte eine Bengale das
Tageslicht. Auch Absteiger-Rufe in Richtung der Heimkurve hörte man
deutlich.
FFM präsentierte ein ''Ich bereue diese Liebe nicht''
Banner, ein T-Shirt und ein paar Schals. Auf Nürnberger Seite zeigte man
2 Doppelhalter, einen Karoschwenker, eine Jacke und ebenfalls einige
Schals.
Wie aus dem nichts kam der 1:3 Anschlusstreffer, die Franken
witterten nochmal ihre Chance und 8 Minuten später kam der 2. Treffer
hinzu. Jetzt pure Euphorie und selbst die Gegengerade stand und feuerte
das Team an. Bis zur roten Karte für Pinola war es auch ein Spiel auf
Messers Schneide. Danach war die Luft raus und Frankfurt spielte die
Nürnberger clever aus und schoss noch zwei weitere Tore.
Insgesamt ein verdienter, aber zu hoher Sieg für Frankfurt.
Stimmungstechnisch war Nürnberg heute besser aufgelegt, sofern man das
bei der miesen Akustik, die das Stadion bietet, beurteilen kann.
Nach dem Spiel blieb es soweit ich es mitbekommen habe ruhig.
Text/Fotos: Harry







