Sonntag, 25. März 2018

VfB Eichstätt - SV Wacker Burghausen 2:1

Regionalliga Bayern
Sportplatz Eichstätt
Zuschauer: 810 (ca. 30 Gäste)

Ursprünglich hat ich das Spiel zusammen mit Pressi zufahren. Aber nachdem in der Woche von Samstag auf Sonntag verschoben wurde, war der Kollege verhindert. Ich habe noch überlegt, ob ich es überhaupt alleine machen solle, aber letztendlich wurde die allein richtige Entscheidung gewählt. Regionalliga Bayern komplettiert sich schließlich auch nicht von alleine :) Eichstätt ist ein kleines, aber schönes Städtchen im nördlichen Oberbayern. Mit dem Zug ist es relativ gut erreichbar und so startete ich kurz vor 10 Uhr in Würzburg mit dem Regionalexpress nach Nürnberg. Nach Umstieg ging es dann mit der Bahn weiter zum Eichstätt Bahnhof. Dieser liegt aber gar nicht in der Stadt selbst, sondern außerhalb, sodass dann noch ein Umstieg anstand. Trotz der Verspätung wartete der Anschluss, der dann nach 15 Minuten Fahrt in die Stadt einfuhr.

Von dort läuft man keine 20 Minuten zum Stadion bzw. Sportplatz. Interessanterweise trug die Sportstätte hier schon lang vor dem Aufstieg in die Regionalliga im letzten Jahr einen Sponsorennamen, wobei der aktuelle Sponsor erst zum Aufstieg eingestiegen ist. Dieses Jahr war es hier auch das erste Spiel gewesen. Im tiefsten Oberbayern gab es heuer natürlich massenhaft Spielabsagen, sodass der VfB 2018 erst zwei Auswärtsspiele gehabt hatte. Die Zeit des Mittagsessens war gekommen und ich begab mich zunächst zum Imbissstand: Chiliknacker, Bratwürste und Leberkas waren im Angebot. Überraschenderweise war die Bratwurst echt schmackhaft, wofür die Region normalerweise wenig bekannt ist. Der Anpfiff rückte näher, der Sportplatz füllte sich gut. Da es das erste Heimspiel des Jahres war und das Wetter mitspielte, wurde die Begegnung überdurchschnittlich gut besucht. Zusätzlich könnten die heutigen prominenten Gäste der Ansporn gewesen sein. Vor nicht allzu langer Zeit war der SV Wacker bekanntlich ein Proficlub und fünf Saisons lang in der 2. Bundesliga vertreten. Leider ist der Club schon lange vom Profifußball entfernt und hat sich als Mittelmaß in der Regionalliga etabliert.
Dafür ist die Fanszene der Schwarz-Weißen in der Liga schon oben anzusiedeln. Hinter den blauen Münchnern dürfte Wacker schon klar als nächstes kommen. So ca. 30 Gäste versammeln sich schließlich im Gästekäfig. Keine besonders gute Zahl, doch diese konnten mich mit der ordentlichen Zaunbeflaggung und dem auch vertretbaren, teils kreativen Support überzeugen. Laut wurde es dennoch nicht, wobei es bei diesem bescheuerten Block hinter einem zwei Meter hohen Zaun nicht anders zu erwarten war. Das Stadion ist für die Liga eher nichts besonders, nur auf einer Seite mit einer überdachten Sitztribüne ausgebaut. Das Ambiente als ganzes, mit der Gaststätte und dem Ausblick auf den Hügel hinter der Tribüne, ist aber dann recht nett.

Text/Fotos: Шаффи