Montag, 20. November 2017

Kifisia VC - Panathinaikos FC 3:1

A1 Division - Volleyball
Zirineio
Zuschauer: ca. 350 ( 100 Gäste)

Nachdem gestrigen feucht fröhlichen Abend wurde heute mal länger gepennt. Gerade noch rechtzeitig um das Frühstück (7-10 Uhr) mitzunehmen. 
Danach ging es erstmal mit der Metro zu Syntagma-Platz. Das Metroticket kostete uns für 5 Tage nur 9€. Da lohnt das Schwarzfahren nicht, obwohl man es durchaus machen kann. Denn die Drehkreuze funktionieren wohl nicht und stehen deswegen offen.
Der Syntagma-Platz ist bekannt für seine dort endenden Demonstrationen, oft auch in Gewalt. An dessen Ende befindet sich das Parlamentsgebäude und das Grabmal des Unbekannten Soldaten. Auch der Eingang zum Nationalgarten ist dort zu finden, eine grüne Oase im Herzen der City.
Wir liefen weiter durch das Kolonaki-Viertel zum Fuße des Lykavittos. Von dort ging es per Standseilbahn (Teleferico) für 7,50€ hoch auf den 277m hohen Berg. Von dort hat man eine phantastische Aussicht auf die 120 Meter tiefer gelegenen Tempel der Akropolis. Und nicht nur das auch das restliche Athen hat man rundrum im Blick .Schon ein Wahnsinnsausblick. Von oben schaut Athen richtig sauber aus mit den weißen Gebäuden. Wenn man unten durch Athen läuft kommt es einem doch recht häufig grau und trist vor.
Mit dem Wetter hatten wir übrigens auch die restlichen Tage Glück, Sonnenschein und Temperaturen bis zu 15 Grad. Und das im November, da kann man nicht meckern. 
Nach einem Gyros-Pitta fuhren wir wieder herunter und machten uns auf zum Volleyball. Unterwegs wurde noch am Olympiagelände gehalten und erstmal die Tickets für das Donnerstagsspiel AEK gegen HNK Rijeka geholt. 
Danach schlenderten wir etwas über das weitläufige Gelände, schon sehr beeindruckend das Ganze. Hat mir gut gefallen und entgegen mancher Meinung finde ich es gar nicht so runtergeranzt, wie ich oft gelesen habe.
Nun wollten wir in Kifisia noch etwas essen und trinken bevor wir die kleine Halle (Fassungsvermögen: 500) betreten wollten. Doch es war hier eher ein besseres Wohngebiet und wir fanden nichts. So blieb uns nur der Pavillion auf dem Gelände, wo auch das Stadion des Fußball-Drittligisten Kifisia FC steht. Ist jetzt kein must-have-Ground finde ich.
Leider gab es kein Bier zu erwerben und so mussten wir mit Softdrinks vorlieb nehmen. Die Halle ist ganz nett. Auf drei Seiten gibt es kleine Sitztribünen und auf der unbebauten Seite befinden sich die Pulte der Schiedsrichter. 
Kurz vor Anpfiff kam ein Mob schwarzgekleideter PAO-Fanatiker in die Halle, begleitet von der Polizei. Schnell wurden einige schöne Zaunfahnen aufgehangen und die große Trommel befestigt. Am Ende waren es ca. 80 Supporter die auf der Gästetribüne den Support starteten. Der Trommler gab den Takt vor und fungierte quasi als Capo. Und die Meute zog ordentlich mit. Hat schon am Anfang richtig Spaß gemacht zuzuhören, schöne Gesänge laut und leidenschaftlich vorgetragen. War auf jeden Fall schon besser als das gestrige Derby im Fußball gegen AEK.
War jetzt auch mein erstes Volleyballspiel ever. Gespielt hab ich Volleyball ja recht gerne, vor allem die Beach-Variante. Auch zum zuschauen ist es wirklich nicht schlecht. Es ist immer Action und ist viel Athletik drin.
Auch waren die Sätze sehr umkämpft. 
Der Kifisa VC wurde 1932 gegründet und ist seit Jahren ein festes Mitglied der ersten Liga, wo man 2013/14 sogar Dritter wurde. Auch gewann man 2014 und 2016 den griechischen Volleyballcup.
So war man sogar heute Favorit und rang in einem, wie gesagt hart umkämpften Spiel Panathinaikos mit 3:1 ( 25:21 / 25:23 / 18:25 / 25:21 ) nieder.
Auch hier wurde ein Spieler von Kifisia mit Namen Hunt (Aarons Bruder ??) vollgerotzt und angepöbelt. Was diesen natürlich auf die Palme brachte. 
Wir genossen die richtig geile Atmosphäre und ab dem dritten Satz, den PAO gewann , wurde der Support immer ekstatischer. Man sang sich regelrecht in einen Rausch. 
Ich würde mal von einer absoluten Bombe reden.Top ! Ich ziehe meinen Hut vor den anwesenden Fanatikern !
Wir hatten ja darauf gehofft in der Zeit von Montag bis Donnerstag auch mal ein Spiel in anderen Sportarten wie Basket- , Volley-  oder Wasserball zu sehen. 
Denn auch dort werden die Clubs von ihren Fans unterstützt und das oft sehr zahlreich und lautstark, kommt natürlich auch immer auf den Gegner an. Hat hier und heute ja geklappt. Leider war kein Wasserballspiel während unseres Trips angesetzt, denn die Sportart hätte ich mir hier gerne mit Support angesehen.
Mit den geilen Gesängen im Gehörgang ging es wieder zurück in die Stadt und dort nach einem kleinen Umtrunk und Snack ins Bett. 
Kann euch nur empfehlen auch zu Randsportarten in Griechenland zu gehen. Im Endeffekt war das heute hier das Highlight der Tour !
Mittwoch gings wieder zum Fussball

Text/Fotos: Pressi