Samstag, 9. September 2017

FK Slavoj Vysehrad - SK Prevysov 4:1

CFL
Stadion Slavoj Vysehrad
Zuschauer: 132

Endlich ging es wieder in eines meiner Lieblingsländer. Mittlerweile auch schon wieder fast ein Jahr her, als ich dort war. Gerade aus Schweinfurt heimgekommen, lag eine Email in meinem Postfach.
Günter meldete sich. Er sei mein Busfahrer heute abend und er würde, wegen des starken Verkehrs, doch 40 Minuten später kommen. Find ich ja gut, dass man dies rechtzeitig tut. So kann man die Wartezeit daheim verbringen, statt am Busbahnhof.
Letztlich wurde es über eine Stunde, sodass ich schon leicht nervös wurde, wegen meines ersten Spieles um 10:15. Dies war allerdings unbegründet und man geriet in keinen weiteren Stau und war mit der Stunde Verspätung am Busbahnhof Florenc. 
Erstmal unterwegs an einer Bäckerbude ein Frühstück geholt und zum Hlavni Nadrazi gelaufen. Dort wurde Geld gezogen und die benötigten Bahntickets gekauft.
Da ich noch genug Zeit hatte machte ich mich zu Fuss auf den Weg zu Slavoj Vysehrad.
Der 1907 gegründete Verein trägt seine Heimspiele im Stadtviertel Nusle am Fuße der Burganlage Vysehrad aus. Er war jahrelang in den oberen Amateur-Ligen Tschechiens unterwegs.
2014 stieg man in die 3.Liga auf und aufgrund der in Tschechien undurchsichtigen Lage mit Lizenzen und Startberechtigungen reichte ein 4. Platz um in die 2.Liga aufzusteigen. Damals trug man seine Heimspiele im kultigen Stadion von Viktoria Zizkov aus.
Das war auch nötig, denn die eigene Anlage ist ein Kunstrasenplatz ohne jeglichen Ausbau. Einzig auf der Gegengeraden steht man einen Meter höher.
Dennoch hat es mir dort gut gefallen, ein schöner Biergarten und irgendwie eine coole Atmosphäre zwischen den ganzen Häuserzeilen mitten im Viertel.
Natürlich ging mein Gang gleich an den Verpflegungsstand. Da der Grill noch nicht betriebsbereit war, gabs erstmal ein Pivo für mich. Na Zdravie!
Selbstverständlich war ich einer der Ersten beim Grillmeister, um mir eine Klobasa zu holen. Diese war eher milder Art und Durchschnitt, aber geschmeckt hat sie mir trotzdem.
Im Spiel stand es nach 12 Minuten schon 2:1 und Slavoj gewann verdient das Spiel. 
Kurz bevor ich aufbrach wurde ich noch von einem Münchener Hopper angesprochen. Dieser wollte wie ich eigentlich auch das Evzena Rosickeho mit Olympia Praha kreuzen und war schon oben beim Strahov.
Das blieb mir Gottseidank erspart, da ich vor einer Woche nochmal das Spiel gecheckt hatte und gesehen, dass es auf einen Mittwoch 16:00 verlegt wurde. 
Kann man nichts ändern, obwohl man sich schon ein klein wenig ärgerte. Wer weiß wie lange die da oben überhaupt spielen. 
So musste ich auch meine ganze Tour umplanen. Aber gut, gehört auch dazu, kann halt nicht immer alles nach Plan klappen. Sonst wäre es ja langweilig, denn auch Rückschläge gehören dazu.
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Text/Fotos: Pressi