Samstag, 15. April 2017

Blau Weiss 96 Schenefeld - Hamburger SV e.V. 1:1

Landesliga Hammonia
Stadion Achter de Weiden
Zuschauer: ca. 80 (ca. 50 Gäste)

Mit einstündiger Verspätung ging es mit dem Nachtzug nach Hamburg. Von dort ging es direkt auf den Kiez um im Schweinske sein traditionelles Frühstück zu verspeisen, und eine gute Grundlage für den Tag zu schaffen.
Danach ging es in die Hans-Albers-Klause zum Frühschoppen.
Viel zu früh machte man sich auf dem Weg nach Schenefeld. Da die Biere schon Wirkung zeigten, merkte man erst im Bus, das man doch wohl eine Stunde zu früh losgefahren ist.
Leider gab es im Stadionumfeld keine Kneipe. So musste man eine gute halbe Stunde warten bis der Kiosk aufmachte. 
Das Stadion Achter de Weiden besteht auf einer Seite aus etlichen Stufen und der Rest erinnert an eine Bezirkssportanlage mit Laufbahn und weitläufigen Kurven.
Das Fassungsvermögen von 8.000 zweifel ich mal an. Doch ist die Anlage durch die Stufen ganz nett. Eine halbe Stunde vor Anpfiff fing es an zu hageln. Ich verfluchte meine Entscheidung den Frühschoppen zu beenden schon. Doch das Wetter hielt noch weitere Kapriolen wie Regen und Sonnenschein bereit.
Schnell eine Schinkenwurst verspeist und ein Bier geholt. Also wenn ihr mal im Norden seid, holt euch immer eine Schinkenwurst. Die sind meist sehr lecker, während die Bratwurst oft nix taugt. Ärgerlich wie immer die halben Toastbrotecken...
Als man auf die Stufenseite wechselte, entdeckte man doch tatsächlich Christoph aus der Schweiz. Ihn kenne ich schon mein halbes HSV-Leben lang und mit ihm muss man immer und überall rechnen. In London im Pub, in Moskau, in der Düsseldorfer Altstadt oder sonstirgendwo am Tresen oder im Stadion.
So war ein Trink- und Gesprächspartner vorhanden. Auch krank für so nen Kick extra aus der Schweiz anzureisen.
Bei der Mannschaft des HSV handelt es sich um die 3.Mannschaft. Sie ist nun für die AG-Verweigerer und Traditionalisten die 1. Mannschaft und wird von einer kleinen Szene von ca. 30-40 Leuten immer unterstützt. Im übrigen überwiegend jüngere Semester.
Der HSV tat sich, wie meist auf Naturrasen schwer und konnte erst in letzter Minute den Ausgleich erzielen.
Blickfang des Spiels war die vollschlanke Linienrichterin. Erstens ist die Ansetzung für ein Landesligaspiel zu kritisieren, denn sie konnte mit ihrem Gewicht natürlich nicht auf Ballhöhe sein. Zweitens frag ich mich ob sie an Masochismus leidet, denn natürlich wurde sie nach Entscheidungen oder auch einfach so angepöbelt und beleidigt.
Übrigens gab es für den HSV nach einer Sportgerichtverhandlung deswegen 1000 Euro Strafe und nach Unmutsäusserungen nach dem Urteil noch einen 100er drauf. Sie selbst gab an den Tränen nahe gewesen zu sein.
Mit Terror und dem Soester wurden weitere Bekannte getroffen und zwei Schinkenwürste und 5 Bier später ging es für mich zurück auf die Reeperbahn und ins Hamburger Nachtleben.

Wo kommst du her du besoffenes Schwein ?
Vom HSV - Mein Verein !

Text/Fotos: Pressi