Samstag, 8. Oktober 2016

MFK Vitkovice - SK Sigma Olomouc 1:2

FNL
Mestsky Stadion - Vitkovice Arena
Zuschauer: 751 (ca. 20 Gäste)

Weiter gings nach Ostrava, genauer gesagt in den südlichen Stadtteil Vitkovice. Zuerst besuchten wir die Witkowitzer Eisenwerke. Sie waren im 19. und 20. Jahrhundert eines der bedeutendsten Unternehmen der mährischen Schwerindustrie. Auf kleinem Raum waren Kohleförderung, Kokerei, Roheisenerzeugung, Stahlveredelung und Maschinenbau beheimatet. Die gigantischen Anlagen prägen auch heute noch das Stadtbild von Vitkovice und werden auch als "Ostravske Hradcany" bezeichnet, in Anlehnung an den Prager Hradschin.
Die Hochöfen und die Kokerei haben seit 2002 den Status eines Nationalen Kulturdenkmals der Tschechischen Republik.
Gerne hätten wir eine Führung mitgemacht, doch hätten wir 2 Stunden warten müssen,das wäre mit dem geplanten Spiel kollidiert. Also wanderten wir in gigantischen und beeindruckenden Anlagen umher und schossen Fotos.
Schon Wahnsinn was der Mensch so alles erschaffen hat.
Nun ging es weiter zum Bazaly,denn wir wollten nochmal nach dem Rechten schauen und es steht noch genauso da wie damals bei seinem Abschiedsspiel. Aber ob da das letzte Wort gesprochen ist, die Jugend soll ja immer noch hier spielen.
Danach kehrten wir erstmal auf ein Gulasch in ein Restaurace ein, bevor es zum Mestsky Stadion ging.
Das Stadion wurde 1939 eröffnet und ist Heimat des MFK Vitkovice und seit letzter Saison auch von "King Banik". Auch finden hier internationale Leichtathletikwettkämpfe statt. Es fasst knapp 13.000 Zuschauer und ist ziemlich modern und hat nur einen Rang. Die Aussenhülle diente wohl dem Regensburger Neubau als Vorbild. Die Ähnlichkeit ist frappierend !
Aus Olmütz waren 8 Leute im Gästeblock, die Ihre eigene Party feierten und sich über den Auswärtssieg und die Tabellenführung freuten.
Wir genossen weiterhin noch mehr Pivo, da wir ja mit Max einen Fahrer hatten, der kein Bier trinkt. So brachte er uns nach Abpfiff ins eine Stunde entfernte Otrokovice, wo wir einen 4-Sterne-Bunker reserviert hatten. Bei 22 Euro mit Frühstück braucht man wirklich nicht in einem verlausten Hostel zu schlafen. Was für ein unerwarteter Luxus für mich.
Uns zog es sofort weiter in eine urige Kneipe wo natürlich, ihr wißt es schon, noch mehr Pivo konsumiert wurde . Dazu lief das Spiel Deutschland- Tschechien im Fernseher mit Old-School-Antenne und Kamin nebendran. Zu knabbern gabs die leckeren tschechischen Knoblauchips und Rudolf beheizte den Ofen und sorgte für eine mollige Wärme.
So konnten wir uns unter lauter Einheimischen über den mühelosen deutschen Sieg freuen und uns über David Jarolim´s schlechten Kleidergeschmack amüsieren...wo hat er nur diesen häßlichen Anzug her ????
Nicht allzu spät ging es in die sauberen Laken des Gerner-Hotels.

Text/Fotos: Pressi