Samstag, 8. Oktober 2016

FK Fotbal Trinec - FK Banik Sokolov 2:1

FNL 
Stadion Rudolfa Labaje 
Zuschauer: 278 

Länderspielpause, das heißt für mich dem Aufruf der Münchener Allesfahrer zu folgen und ab ins Land von Pivo, Klobasa und Crystal Meth. Leider konnte diesmal Lebemann Jonny nicht, so feierte Max seine Tschechien-Premiere. Als erstes ging es quer durch die ganze tschechische Republik nach Trinec. Die 306m über den Meeresspiegel gelegene Stadt beherbergt Stahlindustrie und Lebensmittelbetriebe und liegt direkt an der Grenze zu Polen.
 Da man die Nacht durchfuhr, war man recht früh vor Ort und hatte noch Zeit für einen Kaffee und zum Einkauf lokaler Brauspezialitäten um für die nächste Fu0ballfahrten gerüstet zu sein. Es kostet ja fast nichts und die Dosen sind zudem noch pfandfrei. Nach dem man seinen Obolus zahlte, betrat man das Stadion Rudolfa Labaje, das nur an einer Seite bebaut ist in der Mitte überdachte Schalensitze und an den Seiten rustikale Holzbänke und ganz aussen noch einen Gästekäfig, falls mal welche auftauchen, denn heute hatte sich keiner aus Falkenau nach Trinec aufgemacht. Gut bei 600km einfachem Weg und Anpfiff 10:15 ist das nicht überraschend. Nebenan steht allerdings ein viel geileres Stadion mit Laufbahn, das früher wohl auch genutzt wurde, aber das Fassungsvermögen des Rudolfo Labaje von 2.200 reicht im Eishockey-Land ja vollkommen aus. Zwei Honzas machten tschechientypische Stimmung, das heißt stumpf auf die vorhandene Trommel hauen und dabei klatschend meistens den Vereinsnamen zu skandieren.Und das 90 Minuten durch, fehlende Leidenschaft kann man ihnen sicherlich nicht unterstellen. Wer große Supportkunst in diesem Land erwartet wird wohl meist enttäuscht werden, aber man fährt ja eher wegen der alten Stadien, dem günstigen Preisniveau und Pivo und Klobasa ins Honzaland. Deswegen nutzten wir auch die Gelegeheit zum Frühschoppen, da es das süffige Radegast gab und wir den Tag somit entspannt angehen konnten. Keine Termine und leicht einen sitzen. Cesky to doho ! Leider gibt es wohl in der Osttschechei nicht die ausgeprägte Klobasa-Kultur. Ist uns jetzt schon öfter aufgefallen, denn heute wurde zwar eine Fettwurst verkauft, allerdings gekocht und nicht gegrillt. Deshalb gab es für uns nur Wiener, denn Klobasa gekocht ist jetzt nicht unbedingt der Brüller.

Text/Fotos: Pressi