Sonntag, 18. September 2016

US Sassuolo Calcio - Genoa CFC 1893 2:0

Serie A
Stadio - Città del Tricolore
Zuschauer: 11 000 (ca. 700 Gäste)

Als zweites Spiel wurde sich nach langem hin und her letztlich aus Ermangelung der Alternativen für das Spiel in Reggio nell'Emilia entschieden. Die Provinzhauptstadt liegt gut 110 km südlich des Gardasees und ist mit dem Auto sehr gut über die Autostrada zu erreichen.
Da das Stadion von Sassuolo nicht den Vorgaben der Serie B genügt spielt der Verein schon länger nicht mehr in der eigenen Stadt. Früher spielten sie in Modena und seit dem Aufstieg in die Serie A 2014 sind sie in das Stadio - Città del Tricolore umgezogen.
Das Stadion wurde 1995 errichtet als der eigentliche Verein der Stadt noch in der Serie A spielte, mittlerweile spielt der AC Reggiana nach langer Talfahrt wieder in der 3. Liga. Eigentlich sollte das Stadion auch mit diesem Verein gemacht werden, aber wie gesagt gab es leider keine allzugroßen Alternativen an diesem Sonntag. Das Stadion selber finde ich jetzt gar nicht so schlecht, 2 überdachte Tribünen und 2 baugleiche Hintertortribünen. Auffällig sind die Flutlichtmasten welche sehr eng am Spielfeld stehen. Für ein ''neueres'' Stadion hat es jedenfalls doch noch einige Alleinstellungsmerkmale und reiht sich nicht in die ganzen 08/15-Arenen ein. 2013 erwarb ein Unternehmen, das gleichzeitig der Hauptsponsor von Sassuolo ist, das Stadion und die Namensrechte. Das erklärt dann auch weshalb sie aus dem Serie A-tauglichen Stadion in Modena in das weiter entfernte Reggio umgezogen sind.
Die aktiven Heimfans sammelten sich mit etwa 80 Leuten auf der Hintertortribüne. Ich hab mir zwar nicht viel erwartet, aber dass hier so wenig los ist hatte ich nicht gedacht. Außer bisschen Fahnengewedel wurde auch nichts geboten. Das Spiel über konnte ich sie eigentlich nur vernehmen wenn ein Tor fiel oder die Gegengerade ab und an ein lautes "Sassuolo" anstimmte. Mehr oder weniger ein sinnloser Verein, der in der Serie A fehl am Platz ist. Sassuolo würde ich in Deutschland mit Sandhausen vergleichen, kein Kunstprodukt, spielt aber einfach ein paar Ligen zu hoch und dieses Jahr sogar noch international.
Das Gegenteil dafür im Gästeblock, die Genuesen reisten mit gut 700 Leuten an und hatten das Stadion über 90 Minuten im Griff. Sie hatten massig Fahnen dabei, die auch ausgiebig über das gesamte Spiel geschwenkt wurden. Nach dem 2:0 war dann etwas die Luft raus, aber trotzdem war das ein ganz ordentlicher Auftritt den die Herren an den Tag legten. Kurz vor Schluss wurde noch eine weiße Rauchbombe gezündet, war aber eher ein Rohrkrepierer.
Ganz übel war die Verpflegung vor Ort, neben alkoholfreiem Bier, das nach Wasser schmeckte, gab es als Verpflegung nur Chips und Popcorn, was ein Rotz!
Da ich von der Stadt selber leider gar nichts gesehen habe kann ich mir gut vorstellen hier nochmal vorbei zu schauen, dann aber definitiv nur wenn der AC Reggiana ein Heimspiel hat.

Text/Fotos: Harry