Mittwoch, 24. August 2016

Nyva Ternopil - Nyva Berezhany 2:1

Pokalfinale der Oblast Ternopil
Misky Stadion Ternopil
Zuschauer: 2000

Für den Tag der Unabhängigkeit der Ukraine plante ich einen Besuch im Westen ein. An diesem Tag fand im Städtischen Stadion das Finale der Ternopil Oblast Pokales statt. Einer der Finalisten war der Traditionsverein Nyva Ternopil. Seit diesem Jahr ist der Club leider nicht mehr im Profifußball vertreten. Seitdem spielt der Verein auch nicht mehr in der Stadt. Der Stadtrat verlangt für die Spiele im Stadion zu hohe Miete. Der Grund dafür ist ganz einfach: Nyva ist Konkurrent des künstlichen FK Ternopil, welcher von der Stadt selbst finanziert wird und in der zweiten Profiliga spielt.

Für die nächste Saison will Nyva aber die Rückkehr in den Profifußball und aus dem Grund baut man sich ein eigenes Stadion mit etwa 5000 Plätzen. Für die Ukraine ist es schon fast ein einzigartiger Fall, dass ein Club sich selbstständig Fläche kauft und einen Stadionbau finanziert. Auf dem Platz, wo sich das Städtische Stadion von Ternopil befindet, wird schon über 100 Jahre Fußball gespielt. Die aktuellen Tribünen entstanden Anfang der 80er Jahre. Während der Vorbereitung für die EM 2012 wurde auch die Modernisierung dieses Stadions mitfinanziert. Dabei war das Ganze in meinen Augen nur eine Farce. Es wurden bunte Sitze installiert und die Tribünen überdacht, aber um die Risse im Beton etc. hat sich keiner Gedanken gemacht. So schaut das Stadion trotz der Renovierung an manchen Stellen dennoch verfallen aus. Für das wichtige Spiel bereitete die Fanszene von Nyva eine Choreo vor. Dazu wurde noch das Pulver, welches man vom Holi Festival kennt, in den Vereinsfarben verwendet. Leider war die ganze Aktion auf Grund des Windes und dem wenigen Pulver misslungen. Trotzdem Respekt von mir, dass die Jungs sich etwas überlegt haben. Nicht selbstverständlich, da die anderen Szenen des Landes heutzutage lieber einfach Bengalos abfackeln, statt sich was Kreatives auszudenken. Der Fanblock fiel heute mit abwechslungsreichen und teils kreativem Liedgut auf. Es hat mir ganz gut gefallen, da nicht nur die üblichen Schlachtrufe, sondern auch Lieder zu hören waren.

Text/Fotos: Шаффи