Samstag, 20. August 2016

FC Viktoria Köln - 1.FC Nürnberg 6:7 n.E.

DFB-Pokal 1. Runde
Flughafenstadion
Zuschauer: 4787 (Gäste: ca 2.500)

1. Runde DFB-Pokal ist ja traditionell der Auftakt vor dem Bundesliga-Start, also hab ich mir 3 Begegnungen ausgesucht, bei denen neue Grounds rausspringen. Samstag zu nachtschlafender Zeit aufgestanden und die Tür zugeschlagen...nun fällt mir auf, Autschlüssel hab ich, aber den für Tiefgarage und Haustür drinnen vergessen...

Natürlich kam keiner der in die Tiefgarage wollte und so spurtete ich zur Bushaltestelle, wo gottseidank 5 Minuten später ein Bus zum Bahnhof kam, so schaffte ich meinen ICE nach Bonn doch noch.Was für ein Drecksloch, dass Bonn mal deutsche Hauptstadt war, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
Eigentlich wollte ich zum U17-Kick von Viktoria im Troisdorfer Aggerstadion, doch da war nix. 
So gings mit der U1 auf den Höhenberg.
Der Fussballclub Viktoria Köln 1904 ist ein Fussballverein aus dem rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Höhenberg. Wie alle größeren Kölner Fussballvereine ist auch die Viktoria das Ergebnis mehrerer Fusionen. Damalige Stadtteilmannschaften sollten zu großen Vereinen heranwachsen mit dem Anspruch, Verein für die ganze Stadt zu werden. Die Viktoria und ihre Vorläufervereine blieben allerdings im Bewusstsein der Kölner immer Repäsentanten der rechten Rheinseite. Die linksrheinischen Fussballverein sind bzw. waren der FC, die Fortuna und der VfL 1899 oder deren Vorläufer. Mittlerweile ist man die 3. Kraft in Köln und spielt Regionalliga mit Ambitionen nach oben.
Ja der Kölner und die falsche Rheinseite...diese wird auch als "Schäl Sick" bezeichnet, das kommt aus der Zeit als die Lastkähne auf dem Rhein noch von Pferden rechtsrheinisch gezogen wurde und damit die nicht schielten, trugen sie auf einem Auge eine Augenklappe.
Das frühere Flughafenstadion heißt mittlerweile Sportpark Höhenberg und fast knapp über 6.000 Plätze. Leider sind nur 2 Seiten bebaut. Die Haupttribüne soll Kölns schönste Tribüne sein und gegenüber befinden sich normalerweise Heim- iund Gästefans nebeneinander. Da heute mit vielen Nürnbergern gerechnet wurde, bekamen diese den Heimbereich zugewiesen und die Viktoria-Anhänger Block 1 auf der Haupttribüne.
Bei Viktoria gäbe es keine Szene, sagte mir ein Kölner Kollege, gut er ist Fortuna-Sympathisant, denn als ich bei der nahen Tanke ein Kölsch trank, kam gerade der Marsch der Kölner Szene von 60-80 Mann vorbei. 
Auch während des Spiels sangen sie durch,leider kann ich sie nicht richtig beurteilen, da ich nach ner halben Stunde auf derselben Tribüne stand.Auch eine kleine Choreo mit dem Spruchband "Westdeutscher Meister 1926" und schwarz-roten Fähnchen zauberten sie auf die Ränge. Ich war positiv überrascht !
Die Nürnberger läuteten das Spiel ebenfall mit schwarz-roten Fähnchen ein , bei Ihnen prangte der leicht abgewandelte Spruch von Marcus Schroth vor dem Block als er einmal sagte: " Es war ein sensationeller Abend. Es hat rechtzeitig zu regnen aufgehört, die Sonne kam raus, die Fans haben einen riesen Lärm veranstaltet und dann haben wir auch noch gewonnen. Was will man mehr ?!"
Sah super aus und auch sonst war ihr Support sehr gut, da gibt es absolut nix auszusetzen.
Anfangs konnte ich noch hinter einem Tor Fotos machen, da es keinen juckte, dass ich mich dort aufhielt, bis ein Schlipsträger ankam und mich verscheuchte. "Sie haben aber kein Leibchen an?!?!"
Im Spiel konnte der Glubb glücklich im Elferschiessen gewinnen und kurz vorher konnte man noch Sportskamerad Schammi begrüßen.
Im Gegensatz zum letztjährigen Elferschiessen konnten alle geschossenen Elfer vom Glubb verwandelt werden.
Kulinarisch gabs Bratwurst und Currywurst und Pommes. Ich gönnte mir letzteres. 
Die Wurst war viel zu groß geschnitten und ekelhaft. Die Currrysoße so dünn wie mein Stuhlgang nach 3 Tagen Cider-Suff. Schmeckte absolut nicht !
Insgesamt eine runde Veranstaltung in einem , trotz nur zwei Seiten schönen Stadion.
Zuhause holte einen die Ex mit der Tochter vom Bahnhof ab und brachte einen mit dem Ersatzschlüssel nach Hause. 
Vielen, vielen Dank dafür !
Ums mal so zu sagen:

Der Glubb is a Depp, ich bin der Glubb !

Text/Fotos: Pressi