Sonntag, 31. Juli 2016

FK Oleksandria - Vorskla Poltava 3:2

Premier Liga Ukraine
KSK Nika
Zuschauer: 1500 (36 Gäste)

Schon von vornherein wusste ich, dass meine Ankunft in Oleksandria lediglich 20 Minuten vor dem Spielbeginn sein wird. Mein Zug verspätete sich noch um weitere 10 Minuten und so musste ich auf jeden Fall auf ein Taxi zurückgreifen. Für 25 Hrivna (ca. 1 Euro) brachte mich das Taxi zum Stadion Nika, welches 3 km vom Bahnhof entfernt ist.
Die Stadt Oleksandria ist mit 80 000 Einwohnern ziemlich klein. Jedoch entstand hier zuletzt ohne großes Geld eine recht gute Erstligamannschaft.

In diesem Jahr durfte sie sogar in der Europa League antreten. Drei Tage vor meinem Spiel war Hajduk Split zu Gast, welcher die Ukrainer klar mit 0:3 besiegte. Zufälligerweise trat der heutige Gegner von FK Oleksandria, Vorskla Poltava, auch drei Tage davor gegen einen kroatischen Verein (Lokomotiva Zagreb) in der Europa League an.
Ich kaufte mir für 30 Hrivna eine Karte für die Haupttribüne und betrat kurz nach dem Anpfiff den Ground. Nachdem während der Woche beim Spiel gegen Hajduk das Stadion ausverkauft war, kamen heute lediglich 1500 Zuschauer ins Stadion. Für den Verein ist es schon ein richtiger Flop, da der Zuschauerschnitt letzte Saison bei 4000 lag. Trotz der schwachen Besucherzahl war auf dem Platz aber echt was geboten.
In der Halbzeitpause schaute ich am Verpflegungsstand vorbei und wurde positiv überrascht… hier gab es Schaschlik im Stadion! In Deutschland, Tschechien, Polen gibt es immer Würste, Steaks etc. im Stadion. In der Ukraine ist dies leider eher unüblich: Sonnenblumenkerne und das war es auch schon. Zum Schaschlik gab es noch leckere Soße und Zwiebeln. Klasse!
Sowohl der Heim- als auch der Gästeblock waren heute etwa mit 40 Leuten besetzt. Auf beiden Seiten gab es gute Zaunbeflaggung, die Heimfans nutzten noch ab und zu ihre zwei großen Schwenker. Supportmäßig waren die beiden Szenen etwa gleich stark, wobei im Heimblock aufgrund der Führung ihrer Mannschaft mehr Bewegung zu sehen war.
Nach dem Spiel hatte ich über 3 Stunden bis zu meinem Zug nach Odessa, sodass ich in einem Restaurant an einem Krug Kwas und WLAN-Hotspot verweilte.

Text/Fotos: Шаффи


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