Sonntag, 26. Juni 2016

Würzburg Panthers - Franken Timberwolves 36:30

Bayernliga Nord
Beate Uhse Kampfbahn
Zuschauer: ca. 300

Sommerpause.
Mal wieder Zeit bei anderen Sportarten vorbeizuschauen. So wurde heute der Campingstuhl gepackt und zu den Panthers an die Mergentheimer Straße , zu Füßen der Festung Marienberg gefahren.
American Football erlebt in Deutschland ja einen kleinen Boom, durch die NFL-Übertragungen im Free-TV. Auch die Panthers haben einen guten Zuschauerstamm.


Früher habe ich in der Würzburg Puma-Jugend auch mal Football gespielt, wir hatten damals eine Bombentruppe beisammen und wurden sogar deutscher Vizemeister. Die Erste Mannschaft spielte damals sogar Bundesliga.
Die Panthers sind der Nachfolgeverein und nun bei den Freien Turnern beheimatet, wo auch noch Lacrosse gespielt wird. Muss ich mir auf jeden Fall auch mal anschauen.
Leider ist die Beate Uhse Kampfbahn für Football ziemlich ungeeignet und bietet wenig Komfort. Der Club gibt sich aber die größte Mühe und es werden ein paar Bierbänke aufgestellt. Am besten nimmt man wie ich seinen Campingstuhl mit.
Beim letzten Heimspiel brannte die Grillhüte aus und so waren die Verpflegungstände heute provisorisch auf der Gegenseite. Es gibt alles was das Herz begehrt und die Bratwurst ist echt lecker...sollte sich manch Fussball-Verein eine Scheibe abschneiden.
Zu Gast waren heute die Franken Timberwolves aus Fürth. Zu Beginn führte Ex-Bundesliga Torwart Claus Reitmaier den Kick-Off aus und guckte dann vom VIP-Zelt aus zu, bevor es ihn zu einem Termin weiterzog.
Das Spielgeschehen wird über die Lautsprecheranlage aus kommentiert und so dürften auch Football-Anfänger hier kein Problem haben dem Treiben auf dem Platz zu folgen.
Grundgedanke des Spiels ist Raumgewinn, so hat man 4 Versuche um 10 Yards zu überbrücken. Dies kann man durch Lauf- oder Passspiel tun. Scoren kann man durch Touchdown (6 Punkte), Field Goal (3 Punkte), Safety (2 Punkte). Zusätzlich zum Touchdown kann man danach den Ball kicken (1 Punkt) oder nochmal in die Endzone tragen (2 Punkte).
Die Panthers waren in der ersten Halbzeit dem Gast klar unterlegen und fanden kein Mittel gegen die agile Offense der Gäste und gerieten schnell in Rückstand. 
Auch kam die eigentlich gute Offense der Würzburger nicht in die Gänge.
Im dritten Viertel kippte aber das Spiel und die Panthers konnten sich rankämpfen und im letzten Viertel in Führung gehen und das Spiel doch noch gewinnen. 
Es war wieder mal alles geboten was den Football-Sport so spannend und einzigartig macht.
Kann jedem nur einen Besuch hier empfehlen, macht echt Spaß der Truppe zuzuschauen. Sie wird seit dieser Saison von Ex-Bundestrainer Martin Hanselmann trainiert und steht jetzt durch den Sieg in den Play-offs zum Aufstieg in die Regionalliga. 
Drücken wir die Daumen das der Aufstieg glückt !

Text/Fotos: Pressi