Samstag, 11. Juni 2016

SG SV Motor Altenburg - FC Union Mühlhausen 9:0

Verbandsliga Thüringen
Waldstadion
Zuschauer: 158

Während gestern in Frankreich die EM startete, wo man mit Sicherheit keinen von den Würzburger Experten antreffen wird,ging es zum Saisonabschluss für mich und meinen treuen Kollegen Fulda-Holgi per ICE nach Leipzig, dort hatte man sich in einem Hostel am Bahnhof einquartiert um endlich mal das Bruno-Plache-Stadion zu besuchen.


Leipzig zählt für mich ja zu den schönsten deutschen Städten. Gut wenn ich mit Holgi unterwegs bin, sehe ich normal meist nur Stadion und Kneipe. Dafür stimmt der Spaßfaktor.
Aber heute ging es mit der S-Bahn gleich weiter in die Skatstadt Altenburg. Sie gehörte früher zu Sachsen und befindet sich jetzt in Thüringen.
Dort ging man in ein chinesisches Restaurant um ein paar Bier zu nehmen, denn sonst gab es nix in Bahnhofsnähe, irgendwie waren kaum Leute auf den Straßen, wie ausgestorben der Ort.
Von wegen blühende Landschaften...
Mit dem Bus gings Richtung Stadion, das wie der Name schon sagt am Ortsausgang in einem Wald liegt. Auf dem Weg lernte man einen Einheimischen kennen, der einen gleich auf das Wichtigste aufmerksam machte: Es gibt heute Freibier, was uns natürlich sehr entgegenkam da man wie üblich in dieser Besatzung in feiner Trinklaune war.
Motor Altenburg ist im Osten fußballerisch ein Begriff, in der DDR-Liga war Motor eine feste Größe. Zwischen 1970-80 kamen bis zu 10.000 Besucher zu Heimspielen.
1949-53 gehörte man sogar zur Oberliga und zog bis zu 15.000 Zuschauer an.
1957 wurde das Leninstadion eingeweiht und ist auch noch heute mit 25.000 Plätzen das Größte im Freistaat Thüringen.
Von solchen Zuschauerzahlen ist man in der Verbandsliga leider mittlerweile weit entfernt.
Das Stadion ist eine richtige Perle und mit dem ausgeschenkten Freibier konnte man den ungefährdeten Kantersieg gegen den bereits abgestiegenen Gegner geniessen, was für Motor Altenburg den Klassenerhalt bedeutete.
Leider wurde die Partie von zwei schweren Verletzungen überschattet.
Für uns hieß es mit Abpfiff den Abmarsch zur nahegelegenen Bushaltestelle und mit kurzen Zwischenstop in der bekannten chinesischen Pinte gings mit der S-Bahn Richtung Leipzsch und dort in der schicken Innenstadt noch ein paar Kneipen unsicher zu machen.

Text/Fotos: +++Pressi+++