Mittwoch, 27. April 2016

Racing Club de Avellaneda - Atletico Mineiro 0:0

Copa Libertadores 
Estadio Presidente Juan Domingo Peron
Zuschauer: 35.000 (ca. 200 Gäste)

Nun ging es mit der Bahn nach Avellaneda, von dem Copa-Spiel gegen die brasilianische Mannschaft von Atletico Mineiro versprachen wir uns einiges. Ist doch bekannt das sich Argentinier und Brasilianer vor allem beim Fussball nicht sonderlich mögen.
Das Kartenproblem lösten wir schon am ersten Fanartikelstand. Kurz den Verkäufer gefragt, ob er denn Tickets hätte, sagte dieser wir sollten etwas warten. Er telefonierte zweimal kurz mit jemanden und nach 10 Minuten Warten fuhr ein Auto vor.
Ein kräftiger Kerl stieg aus, und der Verkäufer zeigte auf uns. Sodas wir ihn kurz per Handschlag begrüßten und nach dem Preis fragten.
Mit 400 Peso waren wir vollkommen einverstanden, auch wenn das Stehplatz war. Auf jeden Fall über die Hälfte billiger als im Vorverkauf. Auf den Karten stand auch kein Preis,was sonst üblich ist, also waren das wohl Karten für/von der Barra.
Tja wenn der Verein Mondpreise verlangt,kriegt unsere Kohle halt die Barra !
Da bei Racing die Bierbeschaffung im Umfeld kein Problem darstellt, da alle saufen, gönnten wir uns darauf ein Bierchen.
Dann gings rein, wir stellten uns weit weg von der Barra unten in die Nähe des Gästeblockes. Es war Platz und die Leute um einen waren auch ok.
Zum Intro gabs das Racing-Standard-Intro mit den 3 Blockfahnen der Barras. Danach war die Stimmung in der 1. Halbzeit noch annehmbar, in der zweiten war es wirklich schlecht. Und das sage ich als Racing-Sympathisant. 
Kaum mal stieg das gesamte Stadion in die Gesänge ein und wenn nur kurz. 
Glaub das durch die teuren Tickets auch die Stimmung arg drunter leidet. Welcher normale Argentinier kann sich denn solche Preise leisten ?
Auf Gästeseite gabs zur 2. Halbzeit eine Art Choreo mit Folienschals und weissen T-Shirts und ein paar Blinker. Auch sonst war immer Bewegung auszumachen.
Hören konnte man sie kaum, auch wenn Racing schlecht war, übertönten sie doch noch locker den Gästebereich.
Zum Abschluss des Tages gings wieder in unsere Racing-Kneipe, wo man von den Leuten die man am Sonntag beim Derby kennengelernt hatte, schon mit Küsschen begrüßt und an ihren Tisch gebeten wurde.
Schon geil mittlerweile so akzeptiert zu sein. So trank man mit ihnen und mit Rouven war auch ein perfekt englischsprachiger Top Lad am Tisch. So konnte er uns viele Fragen beantworten und auch er war sehr interessiert an uns deutschen Heinzen.
Auch die Dame am Ausschank kannte einen noch vom Sonntag und lächelte einen immer sehr nett an...
Irgendwann schloss der Laden und wir verlagerten das Gelage nach draußen.
Text/Fotos: +++Pressi+++