Sonntag, 29. Mai 2016

Nyva Vinnytsia - Podilya Khmelnytsky 2:0

Amateurmeisterschaft der Ukraine
SK Nyva
Zuschauer: 2000 (24 Gäste)

Als letztes Spiel der Tour war das Podillya-Derby zwischen Vinnytsia und Khmelnytsky geplant. Beide Städte haben seit einigen Jahren keinen Profifußball mehr und deswegen gab es schon länger kein Duell zwischen ihnen. In diesem Jahr haben sich beide wieder vorgenommen in die Profiliga einzusteigen. Dazu ist die Teilnahme an der ukraineweiten Amateurmeisterschaft notwendig. Diese Meisterschaft wird ab April bis Juli jedes Jahr ausgetragen und soll als Vorbereitung zur Profiliga dienen.
Beide Vereine haben auch schon diese Woche die Lizenz für die dritte ukrainische Liga bekommen und werden somit kommende Saison dort wieder aufeinandertreffen.

Das Stadion, wo dieses Spiel stattfand und auch die Heimspiele in der dritten Liga gespielt werden sollen, ist sehr grausam. Der Kunstrasen rundet die Hässlichkeit noch ab. Wir waren uns da alle einig, dass es wohl das schlechteste Stadion der Ukraine sein dürfte. Dabei gibt es in der Stadt doch ein geiles Zentralstadion, welches noch in der Sowjetzeit erbaut wurde und ein Fassungsvermögen von 24.000 aufweist. Dieses wird vom Rivalen FK Vinnytsia genutzt und dient Nyva nur als Reserve-Stadion für die kommende Saison. Wegen des Friedensabkommens aller Fanszenen war es kein heißes Duell auf den Rängen. Beide Szenen waren lediglich mit der Unterstützung des eigenen Teams beschäftigt. Der Heimblock war für seine Verhältnisse sehr gut gefüllt, dabei war auch eine große sportliche Fraktion vertreten. Trotz der Unterklassigkeit haben die Jungs zuletzt eine konkurrenzfähige Ackertruppe aufgebaut.
Insgesamt muss ich dennoch sagen, dass ich mir trotz des durchgängigen Supportes und hoher Mitmachquote doch mehr von diesem Spiel erhofft habe. Optisch kam von beiden Seiten nicht viel und dazu war der Gästeanhang doch ziemlich schwach angereist.
Nach dem Spiel trennten wir uns vom Ostap, welcher mit blablacar nach Kiew heimfuhr. Ich und Yuri liefen noch zusammen zum Bahnhof, wo ich dann den Zug in den Süden nahm und er nach Dnipro reiste.

Text/Fotos: Шаффи