Sonntag, 10. April 2016

FC Basel - FC Zürich 2:2

Super League 
St. Jakob-Park
Zuschauer: 31 257 (ca. 700 Zürcher)

Zum ersten Mal ging es für mich zum Fußball in die Schweiz. Zusammen mit einem Kumpel ging es am Sonntagmorgen mit der Bahn nach Basel, wo der FC an diesem Tag auf den FC Zürich traf. Nachdem der andere Experte schon vor einem Jahr bei dem Spiel war, sollte nun auch ich das größte Duell der Schweiz sehen. Nachdem wir am Badischen Bahnhof angekommen waren, ging es erst ins Zentrum. Viel Zeit für Sightseeing gab es nicht, dennoch konnten wir feststellen, dass die Stadt sehr sehenswert ist. Aus der Innenstadt ging es mit der Tram-Linie 14 zum Joggeli – die gängige Bezeichnung für das Basler Stadion.

Der Name des Stadions ist auf die mittelalterliche Siedlung St. Jakob an der Birs zurückzuführen und Joggeli ist die dialektische Verniedlichung von Jakob.
Gleich am Stadion befindet sich ein Shopping-Center, sodass man nur beim Anblick der vielen Fußballfans auf den Gedanken kommt, dass irgendwo ein Stadion sein muss. Innen hinterließ das Stadion trotz der Modernität einen guten Eindruck. Unsere Plätze befanden sich in der Galerie, im dritten Rang. Der Ticketpreis dafür war bezahlbar und wir hatten von hier einen guten Blick auf beiden Fanszenen.
Die Muttenzerkurve hat einen durchaus guten Ruf in Europa und so war ich vor allem auf ihren Support heute gespannt. Der Unterrang der Tribüne war schon 40 Minuten vor dem Spiel gut gefüllt und stimmte sich auf das Spiel ein. Zum Spielbeginn wurde ein Spruchband „Du hörst uns durch die ganze Stadt“ hochgehalten. Dazu explodierte ein Böller und wurde viel Rauch gezündet. Eine gelungene Optische Aktion! Bei den Zürichern gab es zum Anpfiff eine Schalparade mit dem Spruch „Nur wegen dem FCZ sind wir heute da“ und etwas blauen Rauch zu sehen. Die Melodien der Gesänge waren auf beiden Seiten anders als die in Deutschland üblichen, diese lassen sich wohl auf den starken Einfluss des italienischen Stils zurückführen. Trotz der guten Mitmachquote auf beiden Seiten war der Support in meinen Augen dennoch nicht so überzeugend. Nur in sehr kurzen Phasen der ersten Hälfte wurde es wirklich laut.
Der zweite Durchgang hat mir aber schon deutlich besser gefallen. Nach dem 0:1 brannten im Gästeblock einige Bengalos und die Gesänge wurden sowohl bei den Gästen als auch auf Heimtribüne überzeugender. Nach dem zweiten Tor der Gäste gab es wieder etwas Pyro zu sehen. Die Heimmannschaft gab nicht auf und glich in der 85. Minute, drei Minuten nach dem Anschlusstreffer, aus. Die Muttenzerkurve feierte das Ergebnis mit blauem, rotem und gelbem Rauch sowie Bengalos.

Text/Fotos: Шаффи